202.500 Euro für 42 von der Flut betroffene Firmen

Die Stadt Chemnitz hilft 42 Unternehmen, die von der Flut betroffen waren: Die Spendenkommission hat am Mittwoch in ihrer Sitzung 202.500 Euro an Soforthilfe freigegeben.

Einen Tag nach Bestätigung der entsprechenden Spendenrichtlinie sind damit konkrete Entscheidungen getroffen worden, die den Betroffenen vor Ort zugute kommen sollen. Zunächst konzentrierte sich die Kommission auf Härtefälle.

„Die Unternehmen sind in einer schwierigen Lage, daher haben wir uns als Stadt bewusst entschieden, hier zu helfen“, sagt Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. „Gerade in kleinen und mittelständischen Firmen geht es in einer solchen Situation um Existenz und Arbeitsplätze. Genau deshalb erwarte ich auch nach wie vor, dass sich der Freistaat ebenfalls noch zu einer direkten Unterstützung für die Wirtschaft entschließt. Die Vorschläge, wie konkret geholfen werden kann, habe ich dem Ministerpräsidenten nach seinem Besuch in Chemnitz übermittelt.“

Neben Mitarbeitern der Verwaltung und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft CWE arbeiten auch Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer in der Spendenkommission mit. Die Richtlinie, die der Arbeit dieser Kommission zugrunde liegt, ist am Dienstag von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig bestätigt worden.

Ziel ist, Hilfen vor allem an kleine Unternehmen unbürokratisch auszuzahlen. Als Empfänger kommen in ihrer Existenz bedrohte Firmen in Frage, die im Regelfall nicht mehr als zehn Mitarbeiter haben und deren Flutschäden nicht von Versicherungen übernommen werden. Vergeben werden je nach Schadenssumme und Mitarbeiterzahl maximal 10.000 Euro.

Entsprechend der bisherigen Schadensmeldungen sollen 30 Prozent der Spenden, die bei der Stadt Chemnitz eingehen, an Privathaushalte und 60 Prozent an Unternehmen ausgezahlt werden. Die Restsumme ist für Schulen, Kindertagesstätten und soziale Einrichtungen vorgesehen.

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