236 Täter bei Dynamo-Ausschreitungen identifiziert

Dresden- Ein halbes Jahr nach den Ausschreitungen im Zusammenhang mit dem Drittliga-Fußballspiel SG Dynamo Dresden gegen Türkgücü München zieht die Soko Hauptallee eine Zwischenbilanz. 

Sechs Monate nach den Ausschreitungen am Rudolf-Harbig-Stadion zieht die Soko Hauptallee Zwischenbilanz.

Die 44 Ermittler haben durch die Auswertung des Videomaterials mehr als 600 Gewalttäter ausgemacht. 236 von ihnen wurden zweifelsfrei identifiziert. Gegen alle Tatverdächtigen werde wegen schweren Landfriedensbruchs und anderer Straftaten ermittelt, so Enrico Lange der Soko-Leiter. Der überwiegende Teil der Hauptverdächtigen kommt aus Dresden und den angrenzenden Gemeinden. Außerdem handle es sich, bis auf fünf Frauen, ausschließlich um Männer im Alter zwischen 15 und 69 Jahren. Mit Ausnahme eines Kirgisen haben alle Tatverdächtigen die deutsche Staatsangehörigkeit. Noch in diesem Jahr wird die Soko Hauptallee eine dreistellige Anzahl von Ermittlungsverfahren zur Anklagereife bringen. Gegen 103 der Tatverdächtigen wurde bislang ein Stadionverbot bei der SG Dynamo Dresden angeregt.

Seit dem Beginn der Ermittlungen hat die Soko Hauptallee vier Plakate mit den Bildern von 80 Tatverdächtigen veröffentlicht und dazu 171 Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Dank den Plakaten konnten 67 Verdächtige identifiziert werden.  "Wir werden bei unserer Ermittlungsarbeit nicht nachlassen. Unser Ziel ist es, alle Gewalttäter aus der Anonymität zu holen.", kündigt Enrico Lange an.