27. Januar: Leipzig gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Seit 1996 steht der 27. Januar als nationaler Gedenktag ganz im Zeichen des Erinnerns und Mahnens an die Opfer des Nationalsozialismus. 1945 hatte die Rote Armee am 27. Januar Ausschwitz befreit. Unfassbare 1,5 Millionen Menschen wurden in diesem größten Vernichtungslager der Nationalsozialisten ermordet.

Traditionell bittet die Stadt Leipzig alle interessierten Bürgerinnen und Bürgerinnen am 27. Januar zur Gedenkstätte Abtnaundorf. Hier, auf dem Gelände des ehemaligen Außenkommandos des KZ Buchenwald, beginnt 14:30 Uhr eine Gedenkveranstaltung mit Ansprache des Oberbürgermeisters Burkhard Jung und der amerikanischen Generalkonsulin Katherine Brucker.

Nach einem Gebet für die Opfer des Holocaust durch den Superintendenten Martin Henker werden Kränze niedergelegt und eine Schweigeminute gehalten. Musikalisch umrahmt wird die Feier vom Robert-Schumann-Chor unter Leitung von Peter David.

Für die Fahrt nach Abtnaundorf und zurück zum Neuen Rathaus stellt die Stadt Busse bereit, die 14 Uhr am Haupteingang des Neuen Rathauses starten.

Zurück im Neuen Rathaus spricht Oberbürgermeister Jung an der Gedenktafel für die ermordeten Stadtverordneten in der Oberen Wandelhalle um 15:30 Uhr Worte der Erinnerung und legt Blumen nieder. Anschließend wird die Fotoausstellung „Die Befreiung Leipzigs durch die US-Army im April 1945“ eröffnet, die auf insgesamt zehn Ausstellungstafeln das Leipziger Wirken Robert Capas und der in Leipzig geborenen Gerda Taro präsentiert.