28 Millionen Euro Erbschaft- und Schenkungsteuer für Sachsens Landeshaushalt

Der sächsische Fiskus setzte im Jahr 2010 knapp 28 Millionen Euro Erbschaft- und Schenkungsteuer fest. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren das 448 000 Euro mehr als 2009.  +++

Die Steuer aus Erbschaften und Schenkungen kommt ausschließlich dem Landeshaushalt zu Gute.

In rund 1 700 steuerrelevanten Nachlassfällen mit einem Gesamtwert von 233 Millionen Euro wurde überwiegend Vermögen in Form von Bankguthaben (51 Prozent des Gesamtwertes der Nachlässe) und Wertpapieren (17 Prozent) vererbt.

17 Prozent der Nachlasswerte entfielen auf Grundvermögen und vier Prozent auf Betriebsvermögen. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Freibeträge versteuerten 2 800 Erben insgesamt 115 Millionen Euro. Die darauf festgesetzte Erbschaftsteuer betrug 25,5 Millionen Euro. In 38 Prozent der steuerrelevanten Erbfälle lag der steuerpflichtige Erwerb unter 10 000 Euro. Diese Erben trugen vier Prozent des Gesamtaufkommens an Erbschaftsteuer bei.

Erbschaften von mehr als 100 000 Euro machten knapp acht Prozent der Erbfälle, jedoch 49 Prozent der insgesamt festgesetzten Erbschaftsteuer aus. Zudem wurden 2010 in Sachsen mehr als 400 Schenkungen in Höhe von insgesamt 28 Millionen Euro steuerlich veranlagt. Nach Abzug der Freibeträge unterlagen noch 15 Millionen Euro der Steuerpflicht. Für die Beschenkten wurden daraufhin 2,3 Millionen Euro Steuern festgesetzt.

Die meisten Erbschaften und Schenkungen sind aufgrund hoher Freibeträge steuerfrei und nicht in der Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik erfasst. Auskunft erteilt: Ulrike Trautmann, Tel.: 03578 33-3230

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