30.000 Euro für die Kinderkrebs-Forschung

Dresden- Der Sonnenstrahl e.V. freut sich über eine große Spende. Insgesamt 30.000 Euro sind für die Forschung zum Thema Krebs im Kindesalter zusammengekommen.

Die Foodraising-Party fiel aus – eine Spende gibt es dennoch. Das ist Ursula Herrmann und Cornelia Bohn zu verdanken. Die beiden Frauen verbindet ein wichtiges Ehrenamt. Sie engagieren sich als Botschafterin bzw. im Kuratorium des Sonnenstrahl e.V. für krebskranke Kinder und Jugendliche. Der Verein sammelt einmal im Jahr Spenden für ein Forschungsprojekt an der Uniklinik zum Thema Krebs im Kindesalter. Die Unterstützung der Forschung ist in der Vereinssatzung verankert. Dafür veranstaltet der Sonnenstrahl e.V. seit Jahren die Foodraising Party. Sie war für Januar 2021 geplant und musste Pandemie-bedingt leider abgesagt werden.

Dass damit kein Geld für das Forschungsprojekt zusammen kommt, war für Ursula Herrmann und Cornelia Bohn keine Option. Sie schrieben die Gäste der Vorjahre an und baten sie um Spenden für die Forschung und das Geschwisterprojekt des Vereins.

Ursula Herrmann (links im Bild) und Cornelia Bohn übergeben die Spende im Namen des Sonnenstrahl e.V. an Prof. Julia Hauer, Leiterin der Kinderonkologie am Universitätsklinikum (Mitte)

Mit dem Erfolg hat niemand gerechnet. Insgesamt kamen 30.000 Euro zusammen! Sie wurden an Prof. Julia Hauer übergeben, die Leiterin der Kinderonkologie am  Universitätsklinikum. Sie betreut mit ihrem Team auch das Forschungsprojekt, die so genannte TRIO-Studie. Diese beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit Krebs im Kindesalter auf genetischen Veränderungen
beruhen kann. Dabei wird auf Wunsch die ganze Familie auf genetische Faktoren untersucht mit dem Ziel, vorbeugende Maßnahmen zum Beispiel gegen eine mögliche Erkrankung von Geschwistern zu entwickeln. Die Erkenntnisse sind auch wichtig für die Therapie der kleinen Patienten, um Nebenwirkungen zu reduzieren und für künftige Vorsorge-Empfehlungen. Dank der Gelder aus der Foodraising-Party 2020 konnte die TRIO-Studie mit mehr als 100 Familien durchgeführt werden.

Mit der aktuellen Spende soll die Studie um eine Frage erweitert werden, nämlich wie sich gesunde Körperzellen unter dem Einfluss von Chemotherapie verhalten. Davon verspricht sich das Forschungsteam mehr Erkenntnisse zum Thema Nebenwirkungen bei Kindern mit einer bestimmten genetischer Prädisposition. Pro Jahr werden am Universitätsklinikum rund 70 Kinder mit Neuerkrankungen von Krebs betreut. Für die Untersuchung einer Familie auf den genetischen Fingerabdruck werden ca. 1.000 Euro benötigt.

Quelle: Sonnenstrahl e.V., Sabine Mutschke PR- und Marketingberatung