30 neue ‚ultramoderne‘ Stadtbahnen für Dresden

Dresden - Dresden bekommt 30 neue moderne Straßenbahnen - made in Bautzen bei Bombardier. Die Vertragsunterzeichnung ist für die Dresdner Verkehrsbetriebe, für Dresden und für Sachsen ein triftiger Grund zu feiern. Die Kosten pro Fahrzeug belaufen sich auf etwa 4,2 Millionen Euro. Das gesamte Investition inklusive Herstellung, Service und Wartung für 24 Jahre beträgt rund 197 Millionen Euro. Davon trägt der Freistaat über die Hälfte.

Im Beisein des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD) und des Dresdner Oberbürgermeisters Dirk Hilbert (FDP) unterzeichnen die Vorstände der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) Andreas Hemmersbach und Lars Seiffert heute den Vertrag zur Lieferung von 30 Stadtbahnen durch die Firma Bombardier Transportation GmbH. Gefertigt werden diese an den Standorten Görlitz und Bautzen, die Anlieferung erfolgt stets aus Bautzen. Der erste Gelenkwagen wird im Sommer 2021 in Dresden erwartet. Bis zum Herbst 2023 sollen alle Fahrzeuge ausgeliefert sein. Zur Lieferung gehört ein Wartungsvertrag, der die hohen Qualitätsstandards der DVB für ihre Fahrgäste langfristig sichert. Die Wagen werden zunächst auf der Linie 2 eingesetzt, später sollen sie auch auf den Linien 3 und 7 fahren.

Die Kosten pro Fahrzeug belaufen sich auf etwa 4,2 Millionen Euro. Das gesamte Investitionsvolumen einschließlich Herstellung, Service und langfristiger Wartung beträgt rund 197 Millionen Euro. Für den Kauf der Stadtbahnen reicht der Freistaat Sachsen 102,8 Millionen Euro Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) an die DVB aus.

„Die größere Kapazität der neuen Stadtbahnwagen benötigen wir dringend, um der erfreulich schnell wachsenden Zahl unserer Fahrgäste auch in Zukunft ausreichend Platz anbieten zu können“, sagt der DVB-Vorstand für Finanzen und Technik Andreas Hemmersbach. Sein für Betrieb und Personal zuständiger Vorstandskollege Lars Seiffert erklärt: „Bei der Ausstattung kommen wir vielen Wünschen unserer Kunden nach. Barrierefreiheit ist natürlich Standard. Große Panoramafenster sorgen für eine helle Atmosphäre im Innenraum, die dynamische und energiesparende LED-Beleuchtung passt sich in Farbe und Intensität der Tageszeit an, es gibt zusätzliche Monitore zur Information, eine Klimatisierung sowie WLAN und Ladesteckdosen für Mobilgeräte.“

Die bestellten Neufahrzeuge tragen die Typbezeichnung NGT DX DD und stammen aus der FLEXITYBaureihe des Herstellers Bombardier. Dabei steht NGT für Niederflurgelenktriebwagen, DX für Drehgestellfahrzeug mit zehn Achsen und DD für Dresden. Der NGT DX DD ist mit fast 45 Metern etwa so lang wie der bereits in Dresden fahrende Typ NGT D12 DD. Mit dieser Länge passt der neue Wagen an jede Haltestelle und kann auch alle Anschlüsse wahrnehmen. Er ist mit 2,65 Metern rund 35 Zentimeter breiter als die bisherigen Dresdner Fahrzeuge. Der Wagenkasten lädt erst oberhalb der Bahnsteigkante aus, so das keine Station umgebaut werden muss. Im neuen Stadtbahnwagen finden bis zu 290 Passagiere Platz. Zumeist als Ersatz für die 30-Meter-Wagen der ersten Stadtbahngeneration vorgesehen, ergibt sich mit jedem NGT DX DD eine zusätzliche Kapazität im Liniennetz für über 100 Fahrgäste. Auf den Seiten der neuen Wagen sind jeweils zwei Sitzplätze mit größerem Sitzabstand angeordnet, getrennt durch einen um fast 20 Zentimeter breiteren Mittelgang als bei den Vorgängern. Mehr und größere Türen sorgen für stressfreies Ein- und Aussteigen. In den Multifunktionsbereichen gibt es vier statt wie bisher zwei Stellplätze für Rollstühle oder Kinderwagen.