Unfall mit Desinfektionsmittel in Speditionsunternehmen

Dresden - Bei einem Ladevorgang in einem Speditionsunternehmen in der Magazinstraße sind am Mittwochmorgen rund 300 Liter Desinfektionsmittel ausgelaufen. Gegen 10:30 Uhr bemerkten die Mitarbeiter den tropfenartigen Auslauf an einem Behälter. Verletzt wurde niemand.

Die Substanz hatte beim Kontakt mit Wasser Chlorgas gebildet. Wegen des Verdachts auf Atemwegreizungen mussten neun Menschen vom Rettungsdienst untersucht werden. Im Objekt befanden sich 25 Mitarbeiter, die im Anschluss evakuiert wurden. Die Kameraden der Feuerwehr haben bis in den Nachmittag hinein das Desinfektionsmittel gebunden. Weitere 700 Liter wurden in andere Behälter umgepumpt. Der Plastikbehälter mit dem Desinfektionsmittel war offenbar bereits auf der Fahrt zum Spediteur undicht geworden, was der LKW-Fahrer bemerkte. Der Laster muss jetzt mit geöffneter Ladefläche 24 Stunden „auslüften“ und steht auf dem Firmengelände. Umliegend erfolgten Schadstoffmessungen durch die Stadtteilfeuerwehr Langebrück ohne bedenkliche Messergebnisse. Ein Einfließen in das städtische Entwässerungssystem konnte durch die Stadtentwässerung ausgeschlossen werden. Gegen 16:30 Uhr konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Einsatzstelle verlassen. Im Einsatz befanden sich 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Dresden.

© Roland Halkasch