302 Familien bekommen keinen Kita-Platz

Weil sich laut Medienberichten drei Bauprojekte von Kintertagesstätten um mindestens ein Jahr verzögern, erhalten 302 Familien keinen Betreuungsplatz. +++

So fehlen auf der Otto-Harzer-Straße 84 Kita-Plätze, weil der Investor nach Angaben der Stadt in finanziellen Schwierigkeiten stecke. Auf der Klingerstraße sind sich die Gesellschafter nicht einig. Dadurch fallen weiter 84 Plätze weg. Und in Weißig hat Investor Hans-Jürgen Behr wegen persönlicher Vorteilsnahme den Ausbau eines Dreiseitenhofs zur Betreuungsstätte verzögert. Die Kita hätte bereits im August eröffnen sollen. Wann mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, steht nach wie vor nicht fest.

Die Stadt hat keine Handlungsmöglichkeit, wenn sich die Vereinbarungen mit den Investoren verzögern. Vertragsstrafen gibt es nicht. „Wir müssen uns auf das Wort verlassen, auch weil  mögliche Klageverfahren uns in der Sache nicht weiterbringen“, sagt Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos). So warten 134 Kinder vergebens auf einen Betreuungsplatz. Das Nachsehen haben die Familien.

Bei drei anderen Kita-Bauprojekten indes liegen die Arbeiten im Plan. Auf der Schnorrstraße, der Liebenauer Straße und der Passauer Straße entstehen zurzeit drei Neubauten. Doch reichen diese zusätzlichen Plätze noch Lange nicht aus.

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