31 Behandlungsfehler von Ärzten für gut befunden

Sachsen- Gutachter der Landesärztekammer haben voriges Jahr 31 Behandlungsfehler von Ärzten in Sachsen festgestellt.

Nachdem seit 2019 immer ein Rückgang von Behandlungsfehlern besteht, geht auch jetzt die Zahl runter. 2020 wurden 40 Behandlungsfehler von Ärzten für richtig erklärt, im vergangenen Jahr waren es 31, wie die Landesärztekammer mitteilt. Da die meisten Behandlungsfehler aus der Chirurgie, gefolgt von Innerer Medizin und Orthopädie stammten, könne man vermuten, dass durch die starke Reduzierung an Operationen in Krankenhäusern vielleicht Corona Schuld sei.

«Jeder Behandlungsfehler bedeutet auch ein persönliches Schicksal», sagte Kammerpräsident Erik Bodendieck. Im Vergleich zu den rund 32 Millionen ambulanten und stationären Behandlungen im Freistaat sei die Zahl der Fehler gering.

296 Anträge wurden 2021 wegen eines vermuteten Behandlungsfehlers bei der Gutachterstelle eingereicht. Diese Stelle soll langwierige Rechtsstreitigkeiten vermeiden und außergerichtlich beizulegen. Dadurch können Patienten möglicherweise Schadenersatz von den Versicherungen, der betroffenen Kliniken oder Ärzte erhalten. (mit dpa/sn)