320 Meisterbriefe überreicht – HWK fordert mehr politische Unterstützung

Dresden - 320 Absolventen haben am Samstag ihren Meisterbrief erhalten. Der jüngste Meister in diesem Jahr ist 20 Jahre, die Älteste 55.  Unter anderem auch Susan Käthe Perner. Die 35-jährige schnitt schon mit 12 Jahren und Mutters Nagelschere ihrer vierjährigen Schwester die Haare und kann sich nun drei Dekaden später Friseurmeisterin nennen

Conrad Wähner hat sich seinem Vater angeschlossen, der ebenfalls Tischer ist. Der 26-jährige führt den Familienbetrieb in Arnsdorf vor den Toren von Dresden. Der jüngste Meister in diesem Jahr ist 20 Jahre, die Älteste 55. Dass das Alter keine Rolle spielt, beweist auch André Marx. Um beruflich am Ball zu bleiben, bildete sich der 50-jährige stetig weiter. Der in Bautzen beschäftigte Installateur- und Heizungsbauermeister hat nun ebenfalls seinen Meister in der Tasche.

HWK-Präsident Jörg Dittrich und HWK-Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski moderierten die Meisterfeier der Handwerkskammer Dresden wie gewohnt mit einem großen Schuss Humor. Doch fanden beide auch ernste und entschlossene Töne, zum Beispiel als es um das Thema Meisterbonus ging, der in diesem Jahr zum dritten Mal an die Meister vergeben wurde.

Um neue Meister auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen, wurde ebenfalls wieder das seit 2010 eingeführte Meisterdarlehen vergeben - ein zinsverbilligtes Darlehen der Sächsischen Aufbaubank über 100.000 Euro. Überreicht wurden Darlehen und Bonus vom Sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der ebenfalls seine Wertschätzung gegenüber Handwerk und Meister offenlegte. Mit einer LED-Show und einem musikalischen Finale wurde die Feier, die unter dem Titel stand "Meister 2018. Wir sind unsere Zukunft", beendet. Die Handwerkskammer startet demnächst eine neue Plakatkampagne, um zukünftige Meister verstärkt auf die Möglichkeiten in Handwerksberufen aufmerksam zu machen.