2018 sollen Dresdner Woba-Wohnungen beziehen können

Dresden – Am Donnerstag steht im Dresdner Stadtrat der symbolische Gründungsakt der städtischen Wohnungsbau-Genossenschaft auf dem Plan. Die Planungen für die ersten stadteigenen Wohnungen sind bereits im Vorfeld der Woba-Gründung angelaufen. Frühstens im Jahr 2018 sollen die ersten Dresdner in Wohnungen der neuen Woba einziehen können.

Steigende Mieten haben in den vergangenen Jahren den Unmut vieler Dresdner geweckt. Zu Beginn des Jahres ist der neue Mietspiegel in Kraft getreten. Dieser bestätigt, den von vielen Empfundenen Verdacht: Die ortsübliche Vergleichsmiete ist in den vergangenen beiden Jahren erneut gestiegen. Von durchschnittlich 5,70 Euro auf 6,09 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einer Erhöhung um 6,8 Prozent. Vor allem preiswerter Wohnraum in der Landeshauptstadt wird knapp.  Abhilfe soll dabei unter anderem die neue städtische Wohnungsbaugesellschaft schaffen. Im Stadtrat steht am Donnerstag der formale Gründungsakt bevor. Damit diese ihre Arbeit zeitnah aufnehmen kann, hatte die Stadt die Stesad bereits vergangenes Jahr mit der Planung von Wohnungen beauftragt.

Die Sächsische Landeshauptstadt wächst. Immer mehr Menschen ziehen in die Elbmetropole. So ist die Nachfrage höher als das hiesige Angebot an Wohnraum. Die Gründung einer Woba allein, wird einen Anstieg des Mietspiegels in Dresden deshalb kaum aufhalten können.
Unterstützung erhält die Landeshauptstadt unter anderem von den Genossenschaften. Nach langjährigem Stillstand haben diese zugesagt in den nächsten Jahren wieder 1.000 neue Wohnungen in Dresden zu bauen.

Im Interview erzählt Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, dass beim Bau von Wohungen eine Mischung aus Woba, Privatwirtschaft und Genossenschaften langfristig zu einer Entspannung der Mietpreise in Dresden führen könnten.