35.000 Menschen bei Weltoffenheitskundgebung an der Frauenkirche in Dresden

Nach Angaben der Organisatoren waren 35.000 Teilnehmer bei der Kundgebung „Für Dresden, für Sachsen – für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander“. Die Rede von Helma Orosz unter www.dresden-fernsehen.de +++

Rede der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz als pdf.

Auf der heutigen Veranstaltung „Für Dresden, für Sachsen – für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander“, zu der Ministerpräsident Stanislaw Tillich gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Helma Orosz aufgerufen hat, würdigte Tillich das tägliche Engagement der übergroßen Mehrheit der Sachsen, sich für ihre Heimat einzusetzen. „Sie zeigen damit, dass Ihnen Dresden und Sachsen am Herzen liegen, und dass für uns Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zählen“, sagte Tillich. „Manche nutzen ihre Freiheit, um gegen etwas zu sein. Wir nutzen unsere Freiheit heute hier, um für etwas einzutreten. Zum Beispiel für einen guten Umgang mit den Flüchtlingen, die zu uns kommen.“

Aktuelle Krisen in der Welt führten dazu, dass immer mehr Menschen nach Deutschland und Sachsen kämen, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen müssten. Aus diesem Grund forderte Tillich die Bürger auf: „Wir dürfen nicht zulassen, dass bei den Flüchtlingen alte durch neue Ängste ersetzt werden. Leben wir die Werte, die uns wichtig sind, indem wir ihnen helfen, bei uns heimisch zu werden. Heimisch werden heißt im Gegenzug aber auch, unsere Sprache und Werte zu teilen. Integration bedeutet also, sich anzustrengen, in unserer Gemeinschaft anzukommen.“

Tillich stellte klar: „Wir haben in den letzten 25 Jahren angepackt und große Herausforderungen gemeistert. Wir haben Weltgeschichte geschrieben, wir haben unser Land für die Welt geöffnet. Und wir haben unser Land umgekrempelt. Heute können wir sagen: Es hat sich gelohnt“.

Natürlich bedeute dies nicht, dass es keine Probleme, keine Sorgen oder keine Ängste gäbe, wie beispielsweise Existenzängste, Sorgen um die Zukunft der Kinder oder Überfremdung. Darum kümmere sich die Politik. Aber „nur wer sagt, was ihn umtreibt, und nur wer erläutert, was er verbessern will, kann sich einbringen“, so Tillich weiter. „Das Mitmachen ist die Voraussetzung dafür, dass wir gemeinsam die Probleme lösen, und dass Gefühl und Wirklichkeit wieder in Einklang kommen. Ich wünsche mir, dass wir weiter einen intensiven Dialog führen, um so den Zusammenhalt in Sachsen zu stärken.“

Tillich nahm auch zu den Geschehnissen in Frankreich in den letzten Tagen Stellung. „Wir haben gemeinsame Werte, die weltweit geteilt werden“, so Tillich. „Wir werden uns durch feige Angriffe von Terroristen unsere gemeinsamen Werte und Rechte nicht nehmen lassen,“ machte Tillich klar. „Für uns gilt null Toleranz gegenüber politischem und religiösem Extremismus und Gewalt.“

Quelle: Sächsische Staatsregierung