35 Migranten in Dresden erfolgreich zum Dolmetscher ausgebildet

Die Migranten qualifizierten sich mit einem 240-Stunden-Programm, das die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Sachsen zertifiziert hat, zum Gemeindedolmetscher. +++

Am Mittwoch, 26. Januar überreicht Sozialbürgermeister Martin Seidel Dolmetscherausweise an 35 Migrantinnen und Migranten im Neuen Rathaus. Sie sind Muttersprachler, die als Gemeindedolmetscher größtenteils ehrenamtlich tätig sind. Sie setzen sich sowohl für sprachliche als auch kulturelle Verständigung zwischen Migranten einerseits und Sozial-, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen andererseits ein. Die Sprach- und Kulturmittler werden auch bei Weiterbildungsveranstaltungen von Ärzten, Pflegepersonal und Pädagogen sowie in Vereinen eingesetzt. Die Migrantinnen und Migranten aus Dresden und dem Umland qualifizierten sich mit einem 240-Stunden-Programm, das die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Sachsen zertifiziert hat, zum Gemeindedolmetscher.

Derzeit absolvieren Muttersprachler aus 25 Sprach- und Kulturräumen diese Aus- und Weiterbildung, die vom Bundesministerium des Innern, dem Freistaat Sachsen und der Stadt Dresden gefördert wird. Der Dresdner Verein für soziale Integration von Ausländern und Aussiedlern e. V. schuf 2006 die Voraussetzungen für den Aufbau des Gemeindedolmetscherdienstes in Dresden. Eine Grundlage dafür war das Integrationskonzept der Stadt.

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz zeichnete den Verein 2009 mit dem 1. Sächsischen Integrationspreis aus. Gemeindedolmetscherdienste haben sich unter anderem auch in Berlin, Hamburg und Wuppertal, aber auch in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden bewährt.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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