35 Schüler erhalten Auslands-Stipendium

Dresden – 35 Oberschüler haben am Donnerstag ein Stipendium des Kultusministeriums für einen vierwöchigen Schulbesuch im Ausland erhalten. Darunter sind sechs Jugendliche aus Dresden dabei. Die Schüler werden am 23. September 2017 ihre Bildungsreise starten. Ihre Zielländer sind dabei Frankreich, Großbritannien, Kanada und die USA. 

In den Ländern werden die 23 Mädchen und 12 Jungen bei Gastfamilien wohnen, den Alltag kennenlernen und die Schule besuchen. Das Kultusministerium stellt dafür rund 85.000 Euro bereit.

„Sprache dient nicht nur der Kommunikation, sie verbindet Kulturen und stellt den Schlüssel zum Einstieg in das Berufsleben dar. Die Schüler lernen eine andere Perspektive kennen, erfahren andere Meinungen. Der Aufenthalt im Ausland wird sie ganz sicher verändern – sie werden voller Eindrücke und auch stolz darauf, dass sie diese Herausforderung allein im Ausland gemeistert haben, zurückkehren“, so Kultusministerin Brunhild Kurth. In diesem Jahr hatten sich rund 200 Schüler für das Stipendium des Kultusministeriums beworben.

Das Programm gibt es seit 2010. Bisher konnten 195 Schüler dieses Angebot wahrnehmen (inklusive der jetzigen Stipendiaten). Das Stipendium umfasst die Kosten der Unterbringung in der Gastfamilie, des Schulbesuchs im Ausland, die Flugkosten, die Fahrtkosten vom Flughafen im Gastland zur und von der Gastfamilie, die Betreuung vor Ort sowie die notwendigen Versicherungen im Ausland. Vor der großen Reise erhalten die Schüler ein ganztägiges Vorbereitungsseminar, das gemeinsam vom Sächsischen Kultusministerium und Experiment e. V. durchgeführt wird.

Die diesjährige Ausschreibung richtete sich ausschließlich an Oberschüler der Klassenstufe 8. Grund dafür ist, dass die meisten anderen Austausch- und Begegnungsprogramme vorrangig von Gymnasiasten genutzt werden und das Klientel der Oberschulen dabei nur wenig präsent ist.

Für die erfolgreiche Bewerbung müssen die Schüler mindestens 14 Jahre alt sein, gute Fremdsprachenkenntnisse vorweisen und offen gegenüber anderen Kulturen sein. Außerdem ist ein ehrenamtliches Engagement, z. B. im Verein oder Schulleben, erforderlich.