4.000 Besucher pilgerten zu Dresdens Riesen-Eiern

Am Sonntag war Tag der offenen Tür der neuen Schlammbehandlungsanlage im Klärpark Dresden-Kaditz. Die Stadtentwässerung feierte die Fertigstellung. +++

Während sich die Erwachsenen für die Technik interessierten, konnte der Nachwuchs Solarboote basteln oder beim Malwettbewerb „Dresdens schönste Eier“ Vorschläge unterbreiten, wie die beiden Fauleier an der Autobahn A4 gestaltet werden sollen.
Großer Andrang herrschte am Aufzug zur Brücke, die in 35 Meter Höhe die beiden Türme miteinander verbindet. Von hier hatten die Gäste einen einzigartigen Blick auf Dresden bzw. die Radebeuler Weinberge. Aus Sicherheitsgründen konnten nicht alle Aufstiegswünsche berücksichtigt werden, daher bietet  die Stadtentwässerung Dresden künftig ein regelmäßiges Besichtigungsangebot für die Schlammbehandlungsanlage an (Infos in Kürze unter www.stadtentwaesserung-dresden.de).

Die kaufmännische Geschäftsführerin Gunda Röstel freute sich über den Besucheransturm: „Auf unsere Dresdner ist Verlass. So ein aufgeschlossenes Publikum findet man, glaube ich, nur hier. Ich hoffe, wir haben heute anschaulich gemacht, wie wir aus den Hinterlassenschaften von 650.000 Menschen pure Energie gewinnen. Es ist fast ein bisschen wie im Märchen Rumpelstilzchen, in dem die Müllerstochter Stroh zu Gold spinnt – nur haben wir einen etwas anderen Ausgangsstoff.“
43 Millionen Euro kostete die Anlage zur Aufbereitung des Klärschlamms sowie zur Gewinnung und Verwertung des Klärgases. Die Bauzeit betrug vier Jahre. Zwei 35 Meter hohe, eiförmige Faultürme unmittelbar an der Autobahn A4 sind nun das neue Wahrzeichen der Dresdner Kläranlage. In den beiden Behältern wird aus Klärschlamm Methangas gewonnen und in einem Blockheizkraftwerk zu Elektro- und Wärmeenergie umgewandelt. So kann die Stadtentwässerung Dresden jetzt 50 Prozent ihres Energiebedarfes aus Klärschlamm produzieren.

Quelle: Stadtentwässerung Dresden

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