5.000 Euro Zwangsgeld drohen Töberich, wenn der Bagger kommt

Nach Auffassung der Stadt darf Investorin Regine Töberich den Elberadweg nicht wegbaggern. Über das Areal südlich der Leipziger Straße stimmt der Stadtrat am Donnerstag ab. Das könnte das 68 Mio Euro Projekt Marina Garden kippen.+++

Der Streit um das Baugebiet südlich der Leipziger Straße in Dresden-Pieschen verschärft sich. Die Fronten zwischen Investorin Regine Töberich und der Landeshauptstadt erscheinen derart verhärtet, dass vorerst kein Kompromiss in Sicht scheint. Doch wie ernst ist es mit der Drohung den Radweg wegzubaggern?

Nach Auffassung der Stadt darf Investorin Regine Töberich den Elberadweg in Dresden-Pieschen nicht wegbaggern. Sollte dort ein Bagger rollen, nimmt man dem Fahrer den Schlüssel weg, sagte Straßen- und Tiefbauamtsleiter Koettnitz am Mittwoch überspitzt.

Bebauungsplan, Masterplan, Gebietsschutz und Brückenbau – die Hintergründe zum Streit am Elberadweg sind schwer zu durchblicken. Denn die Aussagen der Marina Garden-Investorin und der Landeshauptstadt sind allzu oft widersprüchlich

Geändert habe sich die Einschätzung der Gefahr einer Überschwemmung bei Hochwasser, so Korndörfer. Vor allem im Winter neige die Elbe zu schweren Hochwassern. Das Gefahrenpotential sei dann noch höher als bei den Sommerhochwassern 2002 und 2013.

Den Hochwasserschutz sieht Investorin Töberich ihrerseits nur als vorgeschobenes Argument, ihr Bauprojekt doch noch zu kippen.

Kompromiss- und redebereit ist die Investorin nach eigenen Angaben. Eine Brücke, die man entlang der verlängerten Erfurter Straße plane, würde sie dulden. Reiner Unfug ist das nach Auffassung der Stadt.

Der Streit geht zu Lasten des Elberadwegs und damit vieler Dresdner. Das will Regine Töberich in Kauf nehmen, um ihr Recht durchzusetzen.

5.000 Euro Zwangsgeld, hat die Stadt der Investorin als Strafe im Falle von rollenden Baggern angedroht.

Die kommenden zwei Wochen werden für die Zukunft des Elberadweges entscheidend sein. Über das Baugeschehen auf dem Areal südlich der Leipziger Straße wird am Donnerstag im Stadtrat abgestimmt. Das könnte das 68 Mio Euro schwere Projekt Marina Garden kippen.

Ungewiss bleibt weiterhin die Zukunft des Radwegs und die Planungssicherheit für Investoren im Bereich der Leipziger Straße.

Im Video sehen Sie die Interviews mit Regine Töberich, Investorin Marina Garden & Christian Korndörfer, Leiter des Umweltamts Dresden.

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