50 Jahre Dresdner Fernsehturm

Dresden - Am Wochenende hat der Dresdner Fernsehturm seinen 50. Geburtstag gefeiert. Zu diesem Jubiläum durften am Samstag 100 ausgewählte Besucher den Ausblick über das Elbtal genießen. Der Fahrstuhl lief im Dauerbetrieb, um die Gäste auf die Plattform in 148 m Höhe zu bringen. Rund 2 Minuten dauert eine Fahrt.

Ursprünglich waren 2 Auszüge verbaut, die mit 6 Metern pro Sekunde in der gleichen Zeit 4 Mal den Turm hinauf und wieder herunter fuhren. Oben angekommen bietet sich ein trauriges aber auch beeindruckendes Bild. 

© Josef Nitzsche

Vorm Turmcafé ist bis auf die Etagen selbst nichts übrig geblieben, aber die grandiose Aussicht bei bestem Herbstwetter bringt sogar Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer ins Schwärmen. Der Turm ist 252 m hoch. Weil er aber auf einem Felsen steht, überragt er den Elbpegel um knapp 320 Meter. Damit ist die Spitze des Dresdner Fernsehturms immer noch 40 Meter niedriger als die seines Berliner Gegenstücks. Knapp 130 Besucher konnten zu DDR-Zeiten im Turmcafé den Ausblick über Dresden und das Umland genießen. Bis das wieder regulär möglich sein wird, wird noch viele Wasser die Elbe hinab fließen.

© Josef Nitzsche

Stadt, Freistaat und Bund stellen für die Sanierung 26 Millionen Euro bereit, wenn sich ein neuer Betreiber für das Café in luftiger Höhe findet. Auf der internationalen Immobilienausstellung Expo Real zeigten einige Investoren Interesse an Dresdens höchstem Gebäude. Bis Ende 2019 soll die Betreibersuche dann abgeschlossen sein. Der Eigentümer des Fernsehturmes, die Stadt, das Land Sachsen und Vertreter des Bundestages haben am Samstag aber eine Absichtserklärung dazu unterschrieben. Auf den zukünftigen Betreiber kommen allerdings einige nicht unerhebliche Einschränkungen zu. Wenn alles glatt geht, könnte der Fernsehturm im Jahr 2025 wiedereröffnen. Im selben Jahr hofft Dresden, den Titel Kulturhauptstadt Europas zu tragen. Bis dahin bleiben nur jährliche Besucher-Events am und im Turm für wenige hundert Menschen.