581. Striezelmarkt: Trotz Besucherflaute zieht Dresden zufrieden Bilanz

Rund 10 Prozent weniger Besucher als im Vorjahr hatte der weltberühmten Dresdner Weihnachtsmarkt. Insgesamt wurden rund 122.000 Liter Glühwein ausgeschenkt, 75.000 Striezeltaler an den Mann gebracht und fast 64.000 Tassen, haben Besucher in diesem Jahr als Andenken behalten.+++

Im Video sehen Sie das Interview mit Dirk Hilbert (FDP), Dresdner Oberbürgermeister.

Am Donnerstag, 24. Dezember, schließt der Dresdner Striezelmarkt seine Pforten. Die Bilanz der 581. Auflage fällt insgesamt gut aus.

Neue Tassen sind ein Erfolg
„Es war eine gute Entscheidung, für den Striezelmarkt eine ganz individuelle Tasse herstellen zu lassen. Das Feedback war durchweg positiv. Und mehr Striezelmarkt-Besucher als sonst haben sich eine Tasse als Andenken mit nach Hause genommen“, so Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt. Mehr als 54 500 Keramiktassen und zusätzlich über 9 400 Glastassen wurden nicht zurückgegeben.

Das Programm war vielfältig wie nie
Die Besucher konnten über 186 Programmpunkte, gestaltetet von rund 2100 Mitwirkenden, bestaunen. „Wir freuen uns, dass wir alle Programmpunkte trotz der stellenweise widrigen Wetterbedingungen vor stets reichlich Publikum durchführen konnten“, so Alexander Siebecke. Erwartungsgemäß haben die traditionellen Programm-Höhepunkte an den Wochenenden für den größten Besucheransturm gesorgt. Spitzenreiter war dabei das „Dresdner Pyramidenfest“.

Insgesamt Besucherrückgang im Vergleich zum Vorjahr
Im Infopavillon auf dem Striezelmarkt konnten täglich hunderte Gäste begrüßt werden. „Unsere Bilanz zum 581. Dresdner Striezelmarkt fällt positiv aus. Wir haben seitens der Besucher viel Zuspruch zum weihnachtlichen Flair der Stadt, des Marktes, zur Freundlichkeit der Händler und zu den Angeboten erfahren. Und wir konnten 75 000 Striezeltaler absetzen“, so Lars Knüpfer, Geschäftsführer der Dresden Information GmbH. Auch die Schauwerkstätten sind wieder auf großes Interesse gestoßen: „Die Besucherzahl in unserer Schauwerkstatt ist insgesamt als sehr gut einzuschätzen“, so Dieter Uhlmann, Geschäftsführer des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V. Auch wenn die Wochenenden fast auf dem Niveau des Vorjahres liegen, ist insgesamt ein Besucherrückgang zu verzeichnen. „Die erste Woche war extrem verregnet, insgesamt gab es neun Regentage. Dazu kamen die Geschehnisse in Paris und anderswo, die zu einer gewissen Verunsicherung beigetragen haben. Dieser Rückstand war, auch wenn sich der Besucherstrom dann etwas normalisiert hat, nicht mehr aufzuholen“, schätzt Oberbürgermeister Dirk Hilbert ein.

Unterschiede bei den Umsätzen
Die Händler im Bereich des Verkaufs Erzgebirgischer Volkskunst würden im Durchschnitt nur geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres liegen, einige hätten sogar bessere Umsätze verzeichnet, so Dieter Uhlmann. Andere Branchen hätten jedoch bis zu 20 Prozent Umsatzeinbußen. Wobei man auch durch die Umsatzsteigerung bei gelichbleibenden Verkaufspreisen in den letzten Jahren verwöhnt sei, meint Heiko Meyer, Vorsitzender des Fördervereins historischer Altmarkt Dresden e. V. „Es war zu warm und hat zu oft geregnet, das war kein gutes Weihnachtsmarktwetter. Trotzdem gibt es auch Händler, die das Ergebnis des Vorjahres erreicht haben“, sagt Ulrich Pötschke. Insgesamt sähen die Händler den Markt noch als gelungen an und seien ganz zufrieden, resümiert Mario Müller-Milano, vom Händler- und Schaustellerverband Dresden e.V. Dem Abverkauf von Glühwein, Feuerzangenbowle & Co. scheint das wenig winterliche Wetter fast keinen Abbruch getan zu haben: Laut Michael Andresen, von der zuständigen Firma cup&more, wurden bisher insgesamt rund 610 000 Tassen gespült. Zum Vergleich: Im Jahr 2012, als sich der Winter mit sechs Schneetagen gezeigt hat, waren es etwa 580 000 Tassen.

Weniger Einsätze der Sanitäter
Das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Dresden, das den Striezelmarkt medizinisch abgesichert hat, musste 87 Mal Hilfe leisten. Die häufigsten Ursachen waren Kreislaufschwäche (30 Einsätze) und Stürze (21 Einsätze). In 21 Fällen wurden die Patienten zur Weiterbehandlung an eine Klinik übergeben.

Sicheres Pflaster: Weniger Straftaten als im Vorjahr
Die Dresdner Polizei zieht ebenfalls ein positives Fazit. Waren es im Vorjahr am Ende noch 35 Anzeigen, sind bislang insgesamt 18 Strafanzeigen von der Striezelmarktwache aufgenommen worden. Dabei handelte es sich in 16 Fällen um Diebstähle, insbesondere von Geldbörsen und Handys. Von den 19 vermissten Weihnachtsmarktbesuchern, darunter dreizehn Kinder, konnten alle nach kurzer Zeit wohlbehalten in Obhut übergeben werden. Außerdem wurden 39 Fundsachen entgegengenommen.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Landeshauptstadt

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar