6 Prozent mehr Lohn für den öffentlichen Dienst

Wer heute in Teilen von Sachsen seine Kinder in die Kita bringen wollte, stand oftmals vor verschlossenen Türen. Verdi hatte die Erzieher und andere Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zum Streik in Dresden aufgerufenen.

1200 Streikende aus Dresden, Chemnitz und Ostsachsen haben am Mittwoch Vormittag in Dresden vor dem Gewerkschaftshaus Ihrem Ärger Luft gemacht.

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes fordern unter anderem sechs Prozent mehr Lohn.

 

Interview mit FRANK FISCHER, ver.di Bezirksgeschäftsführer für Dresden

 

Die Arbeitgeber hatten in den Tarifverhandlungen am 13. April den Arbeitnehmern nur 1,8 Prozent mehr Lohn angeboten, doch das ist in den Augen der Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zu wenig.

Das sagen auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Chemnitz. Einige von ihnen kamen zum Streik nach Dresden.

 

Interview mit JÖRG ZIPFEL, Stadtverwaltung Chemnitz

 

Insgesamt reisten etwa 250 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes aus Chemnitz an.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterstützte den Streik.

Olaf Bogdan ist Erzieher in einer Dresdner Kita und ist mit Herz und Seele dabei. Die Erzieher der städtischen Einrichtungen der sächsischen Landeshauptstadt und Freital wollen sich von den Arbeitgebern nicht alles gefallen lassen.

 

Interview mit OLAF BOGDAN, Mitglied GEW

 

Mit Trillerpfeifen und Rasseln zogen die Streikenden dann durch die Stadt und machten so auf sich und ihre Forderungen aufmerksam.

 

Interview mit OLIVER GREIE, Landesbezirksleiter ver.di

 

Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden am 28. und 29. April wieder am Verhandlungstisch sitzen. Sollte dann in der dritten Verhandlungsrunde kein akzeptables Angebot vorgelegt werden, droht in der kommenden Woche eine weitere Streikwelle im öffentlichen Dienst.