60 Jahre Wohnwagen „made in Dresden“

Dresden - Sie galten als formschön und „schlingerfest“: 1958 fertigte die Dresdner Firma Nagetusch ihre ersten legendären Reiseanhänger, die in viele - meist westliche Länder - verkauft wurden. "Selbst bei anormal hohen Geschwindigkeiten über 100 km/h garantieren alle Typen einen ruhigen Lauf", versprach die zeitgenössische Werbung. Am 26. Mai feiern Liebhaber der Campinganhänger das 60-jährige Jubiläum auf dem 1. Internationalen Nagetusch-Treffen in Dresden.

Die Firma Richard Nagetusch Karosseriebau war einst einer der bekanntesten – und heute leider fast vergessenen – Dresdner Betriebe auf dem Gebiet des Fahrzeug- und Karosseriebaus. Gegründet 1932, hatte das Unternehmen bis zur Enteignung und Verstaatlichung 1972 seinen Sitz in Dresden Kaitz. Manfred Nagetusch, Konstrukteur der Wohnwagen und Sohn des Firmengründers Richard Nagetusch, begibt sich am 26. Mai gemeinsam mit über 35 Wohnwagen-Enthusiasten auf die Spuren seines Vaters und seiner eigenen Vergangenheit. Nach einem Corso durch die Elbestadt präsentieren sich die Camper ab 12 Uhr bis 16 Uhr im Stallhof Dresden. Uwe Steimle begleitet das Treffen mit seinem Wartburg 312 -Nagetusch-Gespann.

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Auch das Verkehrsmuseum widmet dem Karosseriebauer aus Dresden vom 22. bis 25. Mai eine kleine Sonderschau. Hier gibt es unter anderem einen orginaler Nagetusch Diamant Wohnwagen Bj.1969 zu sehen. Unterstützt vom Verkehrsmuseum Dresden, spricht Manfred Nagetusch anschließend im Lichtsaal über die Firmengeschichte. Nach dem Vortrag können Oldtimer-Fans das neu erschienene Buch „Nagetusch-Wohnanhänger aus Dresden“ erwerben und sich von Manfred Nagetusch persönlich signieren zu lassen.