70 Asylbewerber aus Kamenzer Sporthalle nach Dresden vermittelt

Wie die Landesdirektion Sachsen mitteilt, wird die umstrittene Asylbewerberunterkunft in der Kamenzer Sporthalle geschlossen. Die dort untergebrachten rund 70 Asylbewerber werden an die Landeshauptstadt Dresden vermittelt. +++

 

Die Landesdirektion Sachsen beendet am 31. März 2015 die Nutzung der Sporthalle am Siedlungsweg 2c in Kamenz. Diese diente der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber des Freistaates Sachsen seit dem 20. Februar 2015 als Interimsunterkunft für Flüchtlinge.

Die in der Sporthalle untergebrachten rund 70 Asylbewerber werden an die Landeshauptstadt Dresden vermittelt. Dort werden sie in kommunalen Einrichtungen oder Wohnungen untergebracht.

Die Sporthalle wird anschließend gereinigt, eventuelle Schäden aufgenommen und beseitigt.

Die Nutzung der Kamenzer Sporthalle als Asylbewerberunterkunft war notwendig geworden, da im Januar/Februar 2015 die Zahl der Asylbewerber stark angestiegen war. In der Folge reichten die Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates Sachsen in Chemnitz und Schneeberg nicht mehr aus. Um drohende Obdachlosigkeit zu vermeiden, nahm die Landesdirektion Sachsen deshalb in kürzester Frist eine ganze Reihe unterschiedlicher Interimsunterkünfte, zu denen auch die Sporthalle in Kamenz gehört, in Betrieb.

Die gegenwärtig wieder zurückgehenden Asylbewerberzahlen ermöglichen nun die Schließung einzelner Objekte. So wurde bereits in der 11. Kalenderwoche die Unterbringung von Asylsuchenden in der Mehrzweckhalle der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung in Meißen beendet.

Quelle: Landesdirektion Dresden