81 Millionen Arbeitsstunden mehr in Sachsen im Jahr 2010

Um knapp 81 Millionen Stunden oder 2,9 Prozent stieg das von allen Erwerbstätigen in Sachsen 2010 erbrachte Arbeitsvolumen gegenüber dem Vorjahr. Während im Jahr 2009, bedingt durch die einerseits sinkende Erwerbstätigenzahl und andererseits starke Inanspruchnahme von Kurzarbeit, noch ein Rückgang an Arbeitsstunden von 3,1 Prozent gegenüber 2008 zu verzeichnen war, arbeiteten die sächsischen Erwerbstätigen 2010 wieder länger.

Zum einen ging die Kurzarbeit wieder zurück und zum anderen standen zwei Werktage mehr als 2009 zur Verfügung, so das Statistische Landesamt Sachsen. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe stieg, nach ersten vorläufigen Berechnungen, die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden (Zugang um reichlich 25 Millionen Stunden bzw. 5,0 Prozent). Von den rund 1,95 Millionen Erwerbstätigen in Sachsen wurden insgesamt 2.857 Millionen Arbeitsstunden erbracht.

Damit erhöhte sich das durchschnittliche Arbeitspensum eines Erwerbstätigen 2010 auf 1.464 Stunden und lag mit 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Verarbeitenden Gewerbe betrug die Arbeitszeit 1.552 Stunden je Erwerbstätigen, 6,0 Prozent mehr als im Jahr 2009. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Arbeitszeit im Jahr 2010 in Sachsen war um 46 Stunden höher als die durchschnittliche Arbeitszeit je Erwerbstätigen in Deutschland.

In den alten Ländern arbeitete ein Erwerbstätiger mit 1.408 Stunden im Mittel deutlich weniger Stunden als in den neuen Ländern (beide ohne Berlin) mit 1. 470 Stunden. Hauptursachen für die große Spannweite zwischen den Länderdaten sind die unterschiedlichen tariflichen bzw. individuellen Arbeitszeiten, die regional unterschiedliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit sowie die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen