Ab 1. Juli neues EU-Logo für verpackte Bio-Lebensmittel verpflichtend

Ab 1. Juli 2010 müssen fertig verpackte Bio-Lebensmittel europaweit mit demneuen EU-Biosiegel gekennzeichnet werden: Zwölf weiße Sterne in Blattform auf grünem Hintergrund. +++

Voraussetzung: Die Zutaten stammen zumindestens 95 Prozent aus ökologischer Landwirtschaft. Das neue Siegel soll Bio-Produkte europaweit einheitlich erkennbar machen.Es zeigt zwölf weiße Sterne auf grünem Grund, die zusammen ein stilisiertesBlatt darstellen. Das etablierte deutsche Bio-Siegel kann weiterhinzusätzlich genutzt werden. „Beide Siegel müssen die Vorgaben derEU-Öko-Verordnung erfüllen und stehen für einen Mindeststandard bei Biolebensmitteln“, informiert Anne-Katrin Wiesemann von derVerbraucherzentrale Sachsen. Auch die Verbandssiegel der deutschenBioanbauverbände sowie regionale und private Siegel dürfen nach wie vorparallel verwendet werden.

Dadurch gibt es auch weiterhin eine Vielzahl anZeichen, Siegeln und Marken bei Biolebensmitteln, die für die Käufer nichtleicht zu durchschauen sind. Unterhalb des neuen EU-Bio-Logos müssen zudem der Code für dieÖko-Kontrollstelle und die Herkunft der Zutaten angegeben werden: ausEU-Landwirtschaft oder Nicht-EU-Landwirtschaft. Für Deutschland sieht die europaweit einheitliche Kennzeichnung der Kontrollstelle folgendermaßen aus: DE-ÖKO-000. Dabei steht DE für Deutschland, „ÖKO“ für ökologisch und diedrei Ziffern sind Platzhalter für die Nummer der Öko-Kontrollstelle. Stammenalle Rohstoffe aus demselben Land, darf auch der Name des Landes angegebenwerden. Kommen die Rohstoffe sowohl aus der EU als auch aus Drittländern,finden Kunden nur den vagen Hinweis „EU-Landwirtschaft/Nicht-EU-Landwirtschaft“, der allerdings nicht sehr hilfreich ist.Bio-Lebensmittel aus Niht-EU-Ländern müssen nicht mit dem EU-Logogekennzeichnet werden, eine freiwillige Kennzeichnung importierter Ware istaber möglich. Auch lose Bioware ist von der Kennzeichnung ausgenommen.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen

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