Ab Juli mehr Sicherheit in Dresden-Löbtau

Zentralhaltestelle an der Kesselsdorfer Straße wird ab Juli sicherer. +++

Während einer Informationsveranstaltung der SPD-Landtagsabgeordneten für den Dresdner Westen, Dr. Eva-Maria Stange, präsentierte der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Jörn Marx, sechs Sicherheitsmaßnahmen. Nach seinen Aussagen sollen mindestens vier ab Juli umgesetzt werden.

Während einer ersten Veranstaltung über die Verkehrssicherheitsprobleme an der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße im vergangenen September wurden insgesamt neun Maßnahmen diskutiert, welche einerseits eine kurzfristige Verbesserung vor Ort bewirken könnten und welche die Stadtverwaltung andererseits hinsichtlich einer Umsetzung prüfen sollte. Ein entsprechender Stadtratsbeschluss vom 27. Januar 2011 ergänzte und formalisierte diese Forderungen.

Eva-Maria Stange: „Das achtmonatige Warten auf die Ergebnisse der Prüfung durch das zuständige Amt hat sich gelohnt. Ab Juli werden in einem ersten Schritt vier Projekte umgesetzt, welche die Übersichtlichkeit vor Ort maßgeblich erhöhen sollen:

1. Die Einrichtung einer 20 km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung im unmittelbaren Haltestellestenbereich zwischen der Tharandter Straße und Gröbelstraße zwischen 06-21 Uhr;
2. Die Aufhebung der vier Kurzzeitparkplätze zwischen der Gröbelstraße und Reisewitzer Straße in stadtauswärtiger Richtung;
3. Die Aufhebung Radwegebenutzungspflicht zwischen Tharandter Straße und Reisewitzer Straße, sodass die Radfahrer künftig die Straße benutzen dürfen und der Fußweg im Haltestellenbereich entlastet wird;
4. Die Optimierung der Signalsteuerung durch eine veränderte Verkehrsorganisation.

Sollten sich diese Maßnahmen als nicht ausreichend bestätigen, dann sicherte Herr Bürgermeister Marx zu, auch die Abmarkierung der Gleise zu erwägen und die Installierung eines Blitzers im neugeschaffenen 20-km/h-Bereich zuprüfen. Vor allem Letzteres scheint den Anwohnern sinnvoll, da sicherfahrungsgemäß nicht alle Autofahrer an Geschwindigkeitsgebotsschilder halten. Offen bleibt aber, ob der Fußweg auf der Nordseite des Haltestellenbereichs verbreitert werden kann. Hierfür müsste ein Teil des angrenzenden Grundstücks durch die Stadt Dresden erworben werden. Die finanziellen Mittel dafür stehen – so Jörn Marx – bereit. Dies scheint aber unbedingt nötig, denn die derzeitige Breite von 3,40 m genügt angesichts der täglichen 13.000 DVB-Nutzer bei weitem nicht. Längst überfällig ist auch die Fertigstellung der Wernerstraße. Die Planung dazu sollen in diesem Jahr abgeschlossen und ab kommendem Jahr die Umsetzung begonnen werden. Auch dafür ist das Geld bereits im Haushalt eingeplant.“

In der anschließenden Diskussion lobten viele Besucher die Vorschläge. Sie hofften nun auf eine wirkliche Umsetzung bis Juli 2011. Gleichzeitig wiesen sie daraufhin, dass künftig auch die einzelnen Verkehrsteilnehmer zur verstärkten gegenseitigen Rücksichtnahme verpflichtet seien, um die jährliche Quote von 20 Unfällen mit durchschnittlich fünf Verletzten endlich zu verringern.

In ihrem Schlussbeitrag machten Frau Dr. Stange und SPD Stadtrat Axel Bergmann nochmals deutlich, dass diese provisorischen Maßnahmen keinesfalls den Komplettumbau ersetzen könnten. Stange: „Die Stadtverwaltung und der Stadtrat sind nun in der Pflicht, die entsprechenden Finanzmittel für den Umbau der Zentralhaltestelle in den kommenden Doppelhaushalt einzustellen und die Planungen zur Variante 1 zügig voranzubringen. Allein der Boulevard kann das grundsätzliche Sicherheitsmanko endgültig aufheben und den Ansprüchen einer barrierefreien Zentraltestelle genügen.“

Quelle: Bürgerbüro Dr. Eva-Maria Stange

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