Abschied vom Verkehrsmuseum

Dresden - Nach zehn Jahren an der Spitze des Verkehrsmuseums verlässt Joachim Breuninger im August Dresden und übernimmt die Leitung des Deutschen Technikmuseums Berlin. Unter Breuninger wurden die Ausstellungen zu Luft, Straße und Wasser komplett überarbeitet. Dresden bereitet zur Nachbesetzung eine Ausschreibung vor und will eine Findungskommission einsetzen, die für den Stadtrat einen Vorschlag erarbeitet, teilte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch mit.

Joachim Breuninger hat das Verkehrsmuseum in seiner Amtszeit strategisch neu ausgerichtet. Im Mittelpunkt der Ausstellungen stehen nicht mehr nur die Technik, sondern auch der Mensch und die kulturhistorischen Aspekte der Mobilität. Neben technikinteressierten Besucherinnen und Besuchern sind Familien und jüngere Besuchergruppen in den Fokus gerückt, die durch zahlreiche Mitmach-Stationen, einen Verkehrsgarten und ein abwechslungsreiches Bildungs- und Vermittlungsprogramm angesprochen werden.

Seit 2012 wurden die permanenten Ausstellungen zu den Verkehrszweigen Luft, Straße und Wasser komplett überarbeitet. Mit der Eröffnung der neuen Dauerausstellung Schienenverkehr in der zweiten Jahreshälfte 2020 findet dieser Weg der Erneuerung und Modernisierung nun ihren (vorläufigen) Abschluss.

Die Neuausrichtung hat sich ausgezahlt: Seit 2012 haben jährlich jeweils zwischen 190.00 und 250.000 Menschen das Verkehrsmuseum besucht – deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Damit zählt es zu den besucherstärksten Museen Dresdens.

„Ich bin stolz auf das, was wir als Team in den letzten Jahren im Verkehrsmuseum geschafft haben“, so Joachim Breuninger. „Wir sind heute ein modernes Verkehrsmuseum im Herzen Dresdens, das nicht nur interessante Ausstellungen zeigt, sondern zu einem lebendigen Teil der Dresdner Stadtgesellschaft geworden ist.“

Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus, bedauert den Abschied Joachim Breuningers: "Die Berufung von Joachim Breuninger an das Deutsche Technikmuseum in Berlin stellt einen großen Verlust für die Museumslandschaft des Freistaates Sachsen und insbesondere das Verkehrsmuseum in der Landeshauptstadt Dresden dar. Zugleich ist es eine Bestätigung, dass Joachim Breuninger in Dresden eine hervorragende Arbeit bei der Entwicklung des Hauses und der Museumslandschaft geleistet und neue Impulse in die kulturelle Entwicklung der Stadt gebracht hat“, so Annekatrin Klepsch. „Ich danke Joachim Breuninger für die sehr vertrauensvolle und inspirierende Zusammenarbeit in Dresden und wünsche ihm für seine zukünftige Tätigkeit in Berlin viel Erfolg und Kraft sowie die notwendige politische Unterstützung. Die Landeshauptstadt Dresden bereitet zur Nachbesetzung der Direktion des Verkehrsmuseums eine Ausschreibung vor und wird eine Findungskommission einsetzen, die für den Dresdner Stadtrat im Rahmen eines Auswahlverfahrens einen Personalvorschlag erarbeiten wird.“

© Verkehrsmuseum Dresden