Abschluss in Sicht

Nach drei Warnstreiks und den Arbeitskampfmaßnahmen am Donnerstagmorgen spektakuliert die GDL auf eine baldige Tarifeinigung.

Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky gibt bekannt: „Der Abschluss ist in Sicht.“ Er ist sich sich, in der nächsten und letzten Verhandlungsrunde am 16. März 2011 einen Flächentarifvertrag abschließen zu können.

Bereits am 10. März 2011 verliefen die Verhandlungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und der vier großen privaten Schienengüterverkehrsunternehmen, assoft GmbH Unternehmensbereich railmen, MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft GmbH, rail4chem Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft GmbH und SBB Cargo Deutschalnd GmbH, recht positiv. Über die Inhalte der Verhandlungsrunde wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Situation bleibt bei der Deutschen Bahn sowie bei den Schienenpersonenverkehrsunternehmen angespannt. „Auch nach drei Warnstreiks und den gestrigen Arbeitskampfmaßnahmen im Güter- und Personenverkehr haben sich die Arbeitgeber noch kein Stück bewegt“, so Weselsky.

Um der GDL ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, haben die Arbeitgeber bis nächsten Dienstag Zeit. Die GDL fordert einen Flächentarifvertrag für alle Lokomotivführer. Weselsky ergänzt: „Darüber hinaus fordern wir soziale Schutzbestimmungen bei Verlust der Fahrdiensttauglichkeit, Schutz vor Arbeitslosigkeit und Entgelteinbußen nach einem Betreiberwechsel sowie einheitliche Mindeststandards zur Qualifikation für alle Lokomotivführer in Deutschland.“

73 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage des ARD-Deutschlandtrends haben für die Streiks der GDL Verständnis gezeigt.