Abstimmung über „Biergartengebühr“

Die Innenstadt von Chemnitz soll belebt werden, dazu tragen sicher auch die Gastronomen ihren Teil bei.

Doch die haben es nicht leicht, sagen sie zumindest. Steigende Kosten, sinkende Umsätze und dazu noch die Gebühr für die Benutzung der Außenflächen. Letzteres könnte allerdings zumindest in diesem Jahr wegfallen.

Der Stadtrat von Chemnitz wird sich am Mittwoch mit dem Thema für die Innenstadtflächen beschäftigen. Vorausgegangen war zu Beginn des Jahres eine Anfrage oder besser doch Bitte der Gastronomen, die Rathausspitze solle in diesem Jahr die Gebühren für die gastronomische Nutzung der Innenstadtflächen aussetzen. Aus der Bitte wurde eine Vorlage, die morgen zur Abstimmung steht. Allerdings ist bislang noch unklar, ob dann die Aussetzung der so genannten Biergartengebühr nur in diesem oder auch in den kommenden Jahren Bestand hat.

Interview: Börries Butenop – Stadtverwaltung Chemnitz

Eines ist bis jetzt klar, kommt die Aussetzung der Gebühren, dann gilt sie im gesamten Stadtgebiet und nicht nur in der Innenstadt. Dort allerdings werden vor allem in diesem Jahr die Bauarbeiten auf dem Baufeld B3 für Lärmbelästigungen und mögliche Umsatzeinbrüche sorgen, befürchten zumindest die Gastronomen.

Wie mit der Gebühr in den kommenden Jahren verfahren wird ist allerdings noch unklar. Städte wie Zwickau haben sie bereits abgeschafft, so weit wird es in Chemnitz sicher nicht kommen. In Aussicht stellte die OB, dass im kommenden Jahr die Gebühr halbiert werden könnte. Mit den Einnahmen aus dieser Umlage wollen Stadt, CMT und Gastronomen Ideen entwickeln, um mit speziellen Angeboten unter anderem Studenten in die Innenstadt zu locken.

Stimmt der Stadtrat am Mittwoch zu, haben die Gastronomen zumindest einen ersten Sieg erreicht. Ob sie sich damit zufrieden geben, ist aber noch unklar.

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