Abwarten und Tee trinken

Im Eduard-Bilz-Kurhaus im Lößnitzgrund müssen Gäste eine Woche lang aufs Essen verzichten – mit dem Fasten soll das Wohlbefinden kommen. +++

So langsam hat sich Lydia an das Frühstücksbuffet im Bilz-Kurhaus gewöhnt. Wie immer gibt es Tee. Sonst nichts. Während der Fastenkur im Hause Geistlinger in Reichenberg heißt es für sie und die 11 anderen Teilnehmer seit knapp einer Woche: so gut wie nichts essen und viel trinken. Beim morgendlichen Treffen werden Erfahrungen ausgetauscht, Blutdruck und Gewicht gemessen – Fastenleiterin Kerstin Reinhardt überwacht den Verlauf der Kur akribisch. Und auch Chefin Heiderlore Geistlinger weiß genau über ihre Patienten Bescheid – für sie steht fest: Fasten ist gesund. 

Interview mit Ärztin Heidelore Geistlinger, im Video
 
Dass das nicht immer leicht ist, weiß Lydia mittlerweile. Bei der täglichen Wanderung vom Gästehaus Geistlinger vor den Toren Radebeuls durch die Lößnitz sind Schwächeattacken keine Seltenheit – kein Wunder bei täglich 200 statt 2000 Kalorien. 

Die Ärztin weiß aber, Schwäche gehört hin und wieder dazu – und zahlt sich am Ende sogar aus.

Nach der Wanderung heißt es für die Kurgäste erst einmal – entspannen – beim sogenannten Heuliegen vor dem Geistlinger-Sanatorium. Von Kerstin Reinhardt bekommt Lydia einen warmen Sack Heu auf den Bauch gelegt. Das soll beruhigend und reinigend auf Körper und Geist wirken. Warm eingepackt und mit Blick auf den Lößnitzgrund lässt es sich aushalten, und nach knapp einer Woche schon einmal Bilanz ziehen

Denn nach der Fastenwoche im Hause Geistlinger sollen sich die Teilnehmer bewusster ernähren um sich auf Dauer fitter zu fühlen. Fastenkuren im Bilz-Kurhaus im Lößnitzgrund finden übrigens das ganze Jahr über statt – Kosten: ca. 500€ mit Übernachtung und…Frühstück.

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