Abzockblitzer sorgt für Aufregung

Wer in letzter Zeit auf der Autobahn 4 zwischen Chemnitz-Ost und Frankenberg unterwegs war, sah vermutlich oft das: Fast die Hälfte aller gemessenen Fahrzeuge ist dort zu schnell unterwegs.

Denn auf diesem Abschnitt ist von einer freigegebenen Autobahn plötzlich das Tempolimit auf 100 km/h reduziert. Die Autofahrer sind verärgert und bezeichnen diesen Blitzer als „reine Abzocke“ und finden das…

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Der Blitzer wird inzwischen sogar als “fieseste Radarfalle Sachsens“ bezeichnet. Die Polizei verteidigt ihr Vorgehen. „Wer schneller fährt, sei selber schuld!“

Interview: Frank Fischer – Pressesprecher Polizei Chemnitz

Frank Tippmann, Fachanwalt für Verkehrsrecht, meint hingegen, Beschilderung und Aufstellort der Messanlage seien durchaus Indizien dafür, dass es hier ums Abzocken geht.

Interview: Frank Tippmann – Fachanwalt für Verkehrsrecht

Die Geschwindigkeitstrichter besagen, dass man üblicher Weise ein Geschwindigkeitsschild hat mit „Beschränkung auf 130“, erst auf 100 und dann auf 80 km/h reduziert.
Erst dann sollte die Verkehrsüberwachung kommen.

Laut Frank Tippmann sei das besondere an diesem Blitzer, dass von einer freigegeben Autobahn gleich die 100 km/h Beschränkung kommt und dann sofort die Radarfalle.

Doch gibt es eine Möglichkeit für Fahrer die geblitzt worden sind, aus der Misere wieder herauszukommen?

Interview: Frank Tippmann – Fachanwalt für Verkehrsrecht

Doch Frank Tippmann warnt: die Tatsache allein, dass ein Blitzer zum Abkassieren missbraucht wird, sei vor Gericht kein Grund, erfolgreich gegen verhängte Bußgelder vorzugehen.

Geduld bewahren zahlt sich also doppelt aus: Einmal an der Zapfsäule und einmal auf dem Punktekonto in Flensburg.