Achterbahnfahrt der Gefühle

BBV Leipzig verliert wichtige Partie gegen Freiburg knapp mit 66:68.

Sie haben gekämpft, sich aufgerieben und wahrlich nicht geschont. Doch am Ende wurde aller Einsatz nicht belohnt. In einer von Kampf und Krampf geprägten Partie verloren die Bundesliga-Basketballerinnen des BBV Leipzig am Samstagabend gegen den USC Freiburg knapp mit 66:68 (28:28). Damit stehen die Eagles nun zwar noch auf Platz acht der Tabelle, müssen aber im Falle einer weiteren Niederlage fürchten, aus den Playoff-Plätzen in die Abstiegszone zu rutschen.

Das, was die 250 Zuschauer in der Sporthalle Brüderstraße geboten bekamen, war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. In schöner Regelmäßigkeit ging es hoch und runter. Kaum hatte sich das Team von Trainer Ritz Ingram ein kleines Polster verschafft, folgten Fehlpässe oder Schwächen beim Abschluss. So kamen die Eisvögel immer wieder heran oder zogen gar vorbei.

„Das hat uns sehr viel Kraft gekostet, die am Ende fehlte“, resümierte Coach Ingram. Aber so bitter die Niederlage auch sei. „Die Mannschaft hat Moral gezeigt und über weite Strecken den Fahrplan eingehalten.“ Oft reichten Millisekunden der Unkonzentriertheit, um das Erarbeitete wieder zunichte zu machen.

So wurde aus einem 11:6 (7.) noch ein 13:10 (10.). Dann erhöhte Aktivposten Caroline Sterner auf 17:10 (13.), aber nur wenig später führte Freiburg dank der mit 29 Punkten überragenden Mirna Paunovic 27:26. Ein Unentschieden wie zur Halbzeit (28:28) wäre auch am Ende gerecht gewesen. Doch das gibt es im Basketball bekanntlich nicht.

Nach der Pause zog der BBVL erneut auf 39:30 (24.) davon, doch die Gäste antworteten (46:47, 30.). Der Gau kam im Schlussviertel. Elena Diaz und Caro Sterner hatten die Eagles mit 59:53 (34.) in Front gebracht. Doch Paunovic machte, was sie wollte. Fast im Alleingang drehte die bosnische Centerin den Spieß (64:67, 40.).

Dass die Würfe von Annika Danckert und Györgyi Öri kurz vor Schluss ihr Ziel verfehlten, passte ins Bild, war aber nicht wirklich entscheidend. „Wir haben es wieder nicht geschafft, vorher den Sack zu zumachen“, sagte Danckert. „Dadurch haben wir die Punkte leichtfertig verschenkt.“ Das sah Sterner ähnlich, meinte aber auch, dass sich das Fehlen von Cornelia Janzon, die den BBVL vor wenigen Tagen verlassen hat, unter den Körben bemerkbar gemacht habe.

Dennoch wäre der Sieg drin gewesen. „Diese Niederlagen tun am meisten weh, weil sie richtig Energie rauben“, so Elena Diaz. Zerstreuung und neue Kraft könnten die Adler aus der Aktion an der Helmholzschule (Montag) und der Weihnachtsfeier (Mittwoch) ziehen, bevor es zum letzten Spiel des Jahres am Freitag nach Oberhausen geht.