Achtung: Knifflige Straßenbahnumleitung beim Bau Schandauer Straße in Dresden

Auch die ÖPNV-Verkehrsführung an Pennricher Straße ändert sich. Ausführliche Informationen und Abbildungen zu den Umleitungen ab Freitag, 11. April bzw.  Montag 14. April 2014 unter www.dresden-fernsehen.de. +++

Am Freitag, dem 11. April 2014, beginnt auf der Schandauer Straße der zweite Bauabschnitt. Zunächst wird bis Montag früh im Bereich der Einmündung Junghansstraße eine Bauweiche für die Straßenbahn eingesetzt. Dann beginnen die eigentlichen Bauarbeiten.

Bereits am 11. April sind erste Straßenbahnumleitungen nötig, die sich am 14. April noch einmal ändern und auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr an der Baustelle Pennricher Straße haben.  

Von Freitag, dem 11. April 2014, 4:15 Uhr bis Montag, dem 14. April 2014, 3:30 Uhr ergeben sich folgende Umleitungen für den Straßenbahnverkehr.
Grafik Umleitung ÖPNV ab 11. April 2014

Linie 4:  Wird zwischen Fetscherplatz und Tolkewitz über den Schillerplatz umgeleitet. Auf diesem Abschnitt ersetzt sie gleichzeitig die wegfallende Linie 12.

Linie 10:  Von der Messe Dresden kommende endet sie am Fetscherplatz. Von dort fährt sie über Comeniusplatz weiter als 12 nach Leutewitz.

Linie 12:  Aus Leutewitz kommend fährt sie über Comeniusplatz zum Fetscherplatz. Von dort aus geht es weiter als Linie 10 zur Messe Dresden.

EV 4/10:  Startet am St.-Joseph-Stift und fährt über Fetscherplatz und Pohlandplatz bis Tolkewitz, Johannisfriedhof. Fahrgäste aus dem Stadtzentrum nach Tolkewitz und Laubegast können die Linie 4 benutzen. Die fährt zwar über Schillerplatz, erspart aber das Umsteigen in den Ersatzbus.

Ab Montag, dem 14. April 2014, 3:30 Uhr ergeben sich im Zusammenhang mit der parallelen Baustelle Pennricher Straße bis etwa Mitte Juli folgende Umleitungen:
Grafik: Umleitung ÖPNV Schandauer ab 14. April 2014
Grafik: Umleitung ÖPNV Pennricher ab 14. April 2014

Linie 2:   Fährt zwischen Postplatz und Amalie-Dietrich-Platz über Freiberger Straße, Kesselsdorfer Straße und Julius-Vahlteich-Straße.

Linie 4:  Verkehrt weiter zwischen Fetscherplatz und Tolkewitz über den Schillerplatz. Auf diesem Abschnitt ersetzt sie die wegfallende Linie 12.

Linie 6:  Fährt von Niedersedlitz kommend planmäßig bis zur Kesselsdorfer Straße und dann weiter als Linie 12 nach Leutewitz. Die fehlende Strecke bis Wölfnitz wird durch die Linie 2 mit bedient.

Linie 10:  Fährt von der Messe Dresden kommend planmäßig bis Straßburger Platz und weiter über Comeniusplatz zum Fetscherplatz. Von dort geht es über Canalettostraße zurück zur Messe Dresden.

Linie 12:  Fährt von Leutewitz kommend bis zur Kesselsdorfer Straße und dann weiter als Linie 6 nach Niedersedlitz.

Linie 44:  Die zusätzliche Linie 44 ersetzt Abschnitte der Straßenbahnlinien 2, 4 und 12. Sie fährt von der Haltestelle Semmelweisstraße über Cottaer Straße, Bahnhof Mitte, Postplatz, Dr.-Külz-Ring, Pirnaischer Platz, Straßburger Platz, Fetscherplatz zum Pohlandplatz und wendet auf der Schandauer Straße in Höhe der Junghansstraße.

EV 2:  Fährt unverändert zwischen Cottaer Straße und Wölfnitz über Pennricher Straße, Steinbacher Straße, Hebbelplatz.

EV 4/10:  Verkehrt zwischen Pohlandplatz und Tolkewitz, Johannisfriedhof. Auch in diesem Fall nutzen Fahrgäste von und nach Tolkewitz bzw. Laubegast besser die Linie 4 als Direktverbindung in die Dresdner Innenstadt.

Die auf den ersten Blick knifflig erscheinende Straßenbahnumleitung ergibt sich aus dem Wunsch der Fahrgäste, während der Bauzeit mit der Straßenbahn über die Borsberg- und Schandauer Straße zumindest bis Pohlandplatz fahren zu können. Die weiteren Änderungen sind nötig, weil Linien wie die 6 und 12 miteinander verknüpft und Strecken wie die Kesselsdorfer Straße oder die über den Schillerplatz nicht überlastet werden dürfen. Auf der Kesselsdorfer Straße ersetzt die Linie 2 künftig die Linie 6. Auf dem Ast über den Schillerplatz wird die Linie 12 durch die Linie 4 substituiert. Die Linie 44 fährt tagsüber alle zehn Minuten. Dort kommen Zweirichtungsfahrzeuge, die an jedem Ende eine Fahrerkanzel haben, zum Einsatz.

Landgraben größte bauliche Herausforderung

Nach dem letztjährigen Umbau des Verkehrszuges Borsbergstraße/Schandauer Straße zwischen Fetscherplatz und Pohlandplatz folgt nun bis Ende November 2014 die Rekonstruktion des  anschließenden Abschnitts Schandauer/Wehlener Straße bis zur Kreuzung Ludwig-Hartmann-Straße. Die Federführung übernimmt wieder das Straßen- und Tiefbauamt (STA) der Stadt Dresden. An der komplexen Baustelle sind auch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), die DREWAG, die Stadtentwässerung Dresden sowie Kommunikationsunternehmen beteiligt.

Die Baustelle ist insgesamt etwa 1.100 Meter lang. Im Zuge des grundhaften Ausbaus werden im Untergrund zunächst sämtliche Versorgungs- und Entwässerungsleitungen erneuert. Größte bauliche Herausforderung stellt der Abriss und Neubau des Blasewitz-Grunaer-Landgrabens dar, der den Verkehrszug zwischen Voglerstraße und Lauensteiner Straße kreuzt. Zur Komplexrekonstruktion gehören auch neue Gehwege, Gleise, Fahrbahnen, Haltestellen, Fahrleitungsanlagen und die Straßenbeleuchtung. Bis Mitte Oktober sollen die wichtigsten Arbeiten auf der Schandauer Straße erledigt sein, bis Ende November auch die im Bereich der Wehlener Straße. Noch vor dem Advent sollen alle Straßenbahnlinien wieder planmäßig unterwegs sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12,6 Millionen Euro. Davon sind etwa 6,1 Millionen Euro der DVB-Anteil für Bau und Planung. Weitere 6,5 Millionen Euro entfallen auf das STA und die anderen Partner. Der Umbau wird durch das Land Sachsen gefördert.

Barrierefreie Haltestellen mit elektronischen Abfahrtstafeln

Die im Abschnitt liegenden sieben Stationen Gottleubaer Straße, Altenberger Straße, Ludwig-Hartmann-Straße in beiden Richtungen sowie die Bushaltestelle Altenberger Straße Nord werden barrierefrei ausgebaut. Ein Teil bekommt angehobene Fahrbahnen, die anderen werden als so genannte Kaphaltestellen ausgebildet. Alle bekommen eine Unterstand, zeitgemäße Möblierung und die elektronischen Abfahrtstafeln.

Auf der Baustelle werden insgesamt 4.185 Meter Rillenschiene, 2.726 Schwellen, zwei doppelgleisige Abzweige sowie 2.680 Meter Fahrleitung an 1.690 Metern Tragseil neu verlegt. Außerdem sind 47 Stahlmasten, an denen neben der Fahrleitungsanlage teilweise auch öffentliche Beleuchtung oder Verkehrsampeln montiert werden, neu zu setzen.

Quelle: DVB AG