ACHTUNG vor EHEC-Bakterien

Aktuelle Hinweise zur Vorsorge gegen eine EHEC-Infektion unter www.dresden-fernsehen.de +++

Aufgrund der derzeitigen Erkrankungen an EHEC-Bakterien (Enterohämorrhagische Escherichia coli) in Deutschland gibt die Abteilung Gesundheit folgende Hinweise, die eine Infektion verhindern und einen sicheren Verzehr von Lebensmitteln ermöglichen sollen:
Zurzeit betrifft die Erkrankung vor allem Frauen zwischen 20 und 40 Jahren (Frauen bereiten häufiger Speisen zu). Die Erkrankten leben meist sehr gesundheitsbewusst (gesunde Ernährung durch Gemüse, Salate; Keime werden dabei nicht z. B. durch einen Kochprozess zerstört) und die Krankheitsverläufe sind überwiegend schwer. Der Erreger kommt bei Haus- und Nutztieren (z. B. Rinder, Schafe, Ziegen) sowie Wildtieren (z. B. Rehe und Hirsche) vor. Fleisch und Fleischprodukte müssen vor dem Verzehr ausreichend gegart werden.  Milchprodukte sollten nur nach Wärmebehandlung (z. B. Pasteurisierung, Abkochen) verzehrt werden. Der Keim kann durch die Aufnahme von kontaminierten Lebensmitteln wie Rohmilch und Rohkäse übertragen werden. Pflanzliche Lebensmittel müssen vor dem rohen Verzehr gründlich gewaschen werden (z. B. wegen Verunreinigung durch Gülle). Ungewaschenes oder nicht ausreichend gesäubertes Gemüse oder Salate können Infektionsquelle sein. Die Infektion kann bei schlechter oder unzureichender Hygiene über Hände und Gegenstände von Mensch zu Mensch übertragen werden. Es gilt wie beim Schutz gegen Infektionskrankheiten generell: Öfter die Hände waschen und eine sehr gute Toilettenhygiene beachten! Auch die Küchenhygiene ist wichtig. Küchengeräte, wie z. B. Schneidbrettchen und Messer, sollten nicht ungesäubert für die Zubereitung weiterer Lebensmittel verwendet werden.

Die Ausscheidung des Bakteriums nach einer Infektion dauert in der Regel 3 – 4 Tage, aber auch deutlich längere Zeiten (mehrere Wochen) sind möglich. Die längerfristige Einhaltung der strikten Hygiene ist in diesem Fall unbedingt erforderlich.

Personen mit blutigem Durchfall sollten umgehend einen Arzt aufsuchen und darauf achten, gegenüber Kleinkindern und immungeschwächten Personen eine sehr gute Hygiene einzuhalten. 

Labore und Ärzte sind nach Infektionsschutzgesetz sowie Sächsischer Meldeverordnung verpflichtet, Infektionen und positive Laborbefunde an die Abteilung Gesundheit zu melden.

Tipps zur VorbeugungLebensmittel nach dem Kauf sofort im Kühlschrank lagern und grundsätzlich nicht roh, sondern gut durchgegart bzw. erhitzt verzehren. Am besten auf Mett oder Tartar ganz verzichten. Zubereitung und Aufbewahrung roher Lebensmittel immer getrennt von anderen Lebensmitteln. Tiefgefrorene Lebensmittel, besonders Fleischwaren, nicht in der Verpackung auftauen lassen, sondern auf Porzellan oder Glas. Die ausgetretene Flüssigkeit wegschütten und den Teller heiß spülen. Obst und Gemüse sowie Salate und Kräuter vor dem Verzehr sorgfältig waschen und putzen. Messer, Arbeitsflächen und Schneidbretter nach Gebrauch gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen und trocken reiben. Spüllappen und Abtrockentücher mindestens wöchentlich austauschen. Die Keimfalle Mülleimer mindestens alle zwei Tage leeren, auswaschen und gut trocknen.

Quelle: Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Barmer GEK

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