ADAC-Luftrettung: Noch nie so viele Einsätze

Niemals zuvor waren die Hubschrauber der ADAC Luftrettung so stark gefordert wie im vergangenen Jahr: Die Zahl der Gesamteinsätze in Sachsen stieg auf 3.564 Einsätze.

2639 Einsätze verzeichnen die „Gelben Engel“ der Luft“ 2008 in Leipzig. Die beiden Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber „Christoph 61“ und „Christoph Leipzig“ flogen somit im vergangenen Jahr 325 Einsätze mehr als 2007. 1647 Rettungsflüge waren im Primäreinsatz, mit dieser Anzahl rangiert Leipzig an der 8. Stelle bundesweit.

 Stationiert sind beide Hubschrauber seit Dezember 2007 in der ADACLuftrettungsstation Leipzig-Dölzig. Während „Christoph 61“ als Rettungstransporthubschrauber für den schnellen Einsatz vorgehalten wird, steht „Christoph Leipzig“ als Intensivtransporthubschrauber in erster Linie für den Transport von Patienten von Klinik zu Klinik bereit.
 
„Elbe Helicopter“, ein Tochterunternehmen des ADAC, flog von ihrem Standort am Flugplatz Bautzen im vergangnen Jahr 925 Einsätze. Mit dem in Ostsachsen stationierten „Christoph 62“ sichert „Elbe Helicopter“ die Durchführung von Verlegungsflügen mit einem Intensivhubschrauber (ITH). Nach Sonnenuntergang stellt „Christoph 62“ dringliche Sekundäreinsätze für das gesamte Gebiet des Freistaates Sachsen sicher.

Niemals zuvor waren die Hubschrauber der ADAC Luftrettung so stark gefordert wie im vergangenen Jahr: Die Zahl der Gesamteinsätze der 45 gelben Hubschrauber an 33 Stationen stieg auf 45 043, das sind 2 837 oder 6,7 Prozent mehr als im Jahr 2007. Bei durchschnittlich 123 Rettungsflügen pro Tag konnten die Gelben Engel der Luft über 40 000 Patienten versorgen.

 Einer der Gründe für den starken Anstieg der Einsatzzahlen war unter anderem ein steigender Mangel an Notärzten vor allem in ländlichen Gebieten. Bei über der Hälfte aller Einsätze (51,8 Prozent) handelte es sich um internistische Notfälle wie akute Herzerkrankungen oder Schlaganfälle. Bei rund 15 Prozent aller Einsätze wurden die gelben Engel zu Unfällen gerufen, die sich bei der Arbeit, in der Schule, in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld ereigneten. 
 
11,8 Prozent der Einsätze erfolgten nach Verkehrsunfällen. Mit der Fertigstellung der ADAC HEMS Academy im Sommer setzt die ADAC Luftrettung in diesem Jahr neue Maßstäbe in Ausbildung und Training in der Hubschrauberfliegerei. Die HEMS Academy in Bonn wird das weltweit erste integrierte Trainingszentrum für Hubschrauberpiloten, Notärzte und Rettungsassistenten im Luftrettungsdienst sein.

 Hier erhalten alle drei Berufsgruppen erstmalig ein speziell auf sie zugeschnittenes Training. Bisher hat der ADAC als einer der Wegbereiter der Luftrettung in Deutschland und als größter ziviler Anbieter über 220 Millionen Euro in den Ausbau der Luftrettung in Deutschland investiert.

 Die gemeinnützige ADACLuftrettung GmbH beschäftigt derzeit mehr als 150 Mitarbeiter in 33 Stationen und Verwaltung und arbeitet dabei mit Ärzten und Rettungsassistenten der verschiedenen Standortkliniken und Hilfsorganisationen zusammen.

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