ADAC warnt vor Glatteisgefahr zum Weihnachtsreiseverkehr

Das Schneechaos auf Deutschlands Straßen ist zwar vorbei, dennoch bleibt das Fahren vor allem in Nord- und Ostdeutschland weiter gefährlich. Eisregen und Glätteunfälle setzen den Autofahrern dort erheblich zu. Wer nicht unbedingt fahren muss, sollte sein Auto vorerst stehen lassen, so der ADAC. In Sachsen sind noch viele Landstraßen und zwei Grenzübergänge entlang von Bundesstraßen wegen Schneeverwehungen und Felssturz unterbrochen.

Störungen im Flug-, Bahn- und Fährverkehr werden weniger
Die Flieger heben an den meisten Airports wieder einigermaßen pünktlich ab. Auch am wichtigsten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main entspannt sich die Lage zunehmend. Normalbetrieb bis Weihnachten wollen die Betreiber jedoch nicht garantieren. Um den starken Zustrom von Reisenden, deren Flüge wegen des Winterwetters ausfallen oder die nicht mit dem Auto fahren wollen, in den Griff zu bekommen, hat die Bahn seit Mittwoch, 22. Dezember, zusätzliche Züge im Einsatz. Auf den Nord-Süd- und Ost-West-Routen rollen mehr Intercity-Züge als üblich. Wegen Eisgangs oder Hochwasser haben noch einige Flussfähren ihren Betrieb eingestellt. An der Nord- und Ostseeküste drohen ebenfalls Ausfälle im Schiffsverkehr.

Weitere Aussichten für die Reisewelle vor Weihnachten
Am Donnerstag ist es im Norden kalt, im Süden mild. Für Teile Nord- und Ostdeutschlands warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach vor Schneefall oder gefrierendem Regen, teils mit unwetterartigem Ausmaß. An der Ostsee werde es bei kräftigem Wind Schneeverwehungen geben. Südlich einer Linie von Düsseldorf über Erfurt bis nach Dresden sinke die Gefahr jedoch merklich. Nach den DWD-Prognosen wird sich die Trennlinie zwischen kalter Luft im Norden und milderer Luft weiter südlich bis Heiligabend auflösen. Dann sind landesweit teils ergiebige Schneefälle oder auch Schneeregen möglich. Zwischen Weihnachten und Silvester bleibt es unbeständig.