Adventsbrauch

Er gehört zur Adventszeit, wie die Printen, Lebkuchen oder Plätzchen und kann auf eine jahrhundertlange Tradition zurückblicken, der Weihnachts- oder Christstollen.

Sein bekanntester Vertreter ist sicherlich der Dresdner Stollen. Wie er entstand bzw. welche Bedeutung er verkörpert, erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag.

Das erste Mal wurde der Stollen 1329 urkundlich erwähnt. Der Naumburger Bischof bekam ihn als Geschenk überreicht. Während die Form des Stollens bis heute relativ unverändert ist, haben sich die Zubereitung und Rezeptur sehr gewandelt. Der damalige Stollen wurde von den Katholiken zum Advents-Fasten gegessen und war daher sehr mager und nicht besonders wohlschmeckend. Er bestand aus Wasser, Hafer und Rübenöl, was dem Stollen auch einen tranigen Geschmack verlieh.

Erst mit Aufhebung des Butterverbotes 1490 bekam der Stollen seinen heute typischen Geschmack und sein weisses Äußeres. 

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Während der Naumburger Stollen sich als der älteste seiner Art ruhmen darf, gilt der Dresdner Stollen inzwischen weltweit als der Bekannteste. Dieser wurde erst 150 Jahre nach dem Buttererlass erstmals urkundlich erwähnt, die Dresdner nennen ihn liebevoll auch „Striezl“.

In ihm befinden sich neben viel Butter, Hefe und Mehl auch mindestens 60 Prozent Trockenfrüchte, wie unter anderem Rosinen und Zitronat. Neben dem „normalen“ Stollen erfreuen sich inzwischen auch Mandel-, Mohn- und Marzipanstollen grosser Beliebheit.

Voll im Trend liegt besonders der Quarkstollen, der dank weniger Kalorien den Geniessern während all der weihnachtlichen Schlemmerei ein ruhiges Gewissen beschert. Die unterschiedlichen Sorten werden meist ab Ende September im Einzelhandel angeboten. Ihren 1.Anschnitt erfahren sie dann je nach familiärer Tradition am 1.Advent oder am 1. Weihnachtsfeiertag.

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