Änderung Verkehrsführung – Leipziger Straße

Ab Dienstag, 3. Mai 2011 wird die Verkehrsführung im Knoten Leipziger Straße/Louis-Otto-Straße geändert.

Verboten wird hier per Verkehrszeichen (drei Vorschriftszeichen: geradeaus oder rechts – siehe auch Markierungs- und Beschilderungsplan in der Anlage) dann ab sofort das Linksabbiegen von der Leipziger Straße in die Louis-Otto-Straße bzw. in die Wohnstraße Leipziger Straße 167-175.

In diesem Zusammenhang wird auch – geplant unmittelbar nach der derzeit hier bis 30. April 2011 abgeschlossenen Deckensanierung – die Fahrbahnmarkierung entsprechend der Änderung angepasst.

Die Kosten für die Verkehrszeichen sowie die Fahrbahnmarkierung betragen ca. 2.000 Euro.

Anlass für die notwendige Änderung der Verkehrsführung sind die im Bereich bisher häufigen Unfälle, die mit der Einschränkung für Linksabbieger nunmehr vermieden werden sollen.
Nach Information der Verkehrsunfallkommission haben sich in den vergangenen drei Jahren auf der Leipziger Straße in Höhe Louis-Otto-Straße insgesamt 37 Verkehrsunfälle ereignet. Dabei wurden zwei Personen schwer und sieben leicht verletzt.

Allein in 2010 nahm die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge im Bereich des Knotens Leipziger Straße/Louis-Otto-Straße 15 Unfälle – vorwiegend Auffahr- und Abbiegeunfälle (Linksabbieger mit Gegenverkehr) – auf.

Aus Sicherheitsgründen ist die bisherige Situation für die im Bereich ungesicherten Linksabbieger (ohne eigenen Fahrstreifen und Aufstellfläche) nicht mehr vertretbar. Die Mitglieder der Verkehrsunfallkommission haben daher gemeinsam mit Verkehrsexperten der TU Dresden nach umfassender Untersuchung der Situation vor Ort als auch der Unfälle die Linksabbiegeverbote beschlossen und die Verkehrsbehörde im Tiefbauamt der Stadt mit der Umsetzung beauftragt. Geplant wurde, die Ende Oktober 2010 beschlossene Änderung der Verkehrsführung im Frühjahr 2011 nach Abschluss der notwendigen Deckensanierung umzusetzen.

Langfristig, so das Tiefbauamt, sind der Ausbau und die Vollsignalisierung des Verkehrsknotens mit dem Bau einer entsprechenden Ampelanlage vorgesehen, und Linksabbieger werden dann besonders gesichert geführt. Derzeit stehen jedoch für die Realisierung dieser umfangreichen Maßnahme keine finanziellen Mittel im Haushalt zur Verfügung. Zur Vermeidung weiterer schwerer Unfälle mit nicht zuletzt auch hohen Unfallkosten sind die jetzt vorgenommenen Einschränkungen für den Anliegerverkehr in die angrenzenden Wohngebiete deshalb leider unumgänglich. Die Verkehrsbehörde macht darauf aufmerksam, dass auch weiterhin jedoch die vor allem für Anlieger wichtigen Einfahrten durch mögliche Blockumfahrungen gewährleistet werden.

Für die notwendige Entscheidung und damit verbundene Einschränkung bittet die Stadt die betroffenen Anwohner im Interesse der Verkehrssicherheit um Verständnis.