Ärger um den Wilhelm-Leuschner-Platz geht weiter!

Leipzig -  Im Frühjahr und Sommer ist der östliche Teil des Wilhelm-Leuschner-Platzes ein Zuhause für viele Vogelarten. Der NABU und DIE GRÜNEN demonstrierte gegen das geplante Bauvorhaben.  

Was hier noch nach wenig Leben aussieht, sieht in ein paar Monaten ganz anders aus. Im Frühjahr und Sommer ist der östliche Teil des Wilhelm-Leuschner-Platzes ein Zuhause für viele Tier- und Vogelarten. - Nun soll der Platz im Zentrum bebaut werden. Dieses Vorhaben hat in den vergangenen Monaten für reichlich Diskussionen gesorgt.

Vor allem Umweltverbände wie der NABU setzen sich gegen diese Bebauung ein. Für sie sind zu wenig Bäume und Grünflächen geplant. Am Dienstag demonstrierte der NABU und die DIE GRÜNEN gegen das geplante Bauvorhaben. In den Augen des Vorsitzenden des NABUs, René Sievert, ist der Erhalt des Wilhelm- Leuschner-Platzes sehr bedeutend.

Anlass für die Demonstration war die ebenfalls stattfindende Vorstellung der Siegerentwürfe des Architekturwettbewerbs. Hier wurden Ideen präsentiert, wie der erste große Neubau auf dem Wilhelm- Leuschner-Platz aussehen soll.
Für die Bau-Bürgermeisterin Dorothee Dubrau, gibt es allerdings keinen Grund zur Besorgnis, dass die Vogelarten durch die Baumaßnahmen vertrieben werden können.

Dennoch sorgte das Thema in der Vergangenheit bereits für viele Diskussionen. Das Spannungsverhältnis zwischen Artenschutz und Bauvorhaben war bereits im Stadtrat Thema. Bei der Bepflanzung der freibleibenden Grünfläche gehen die Meinungen weiter auseinander.

Schon in zwei bis drei Jahren soll das erste Bauprojekt abgeschlossenen sein, in der das Leibniz-Institut für Länderkunde seinen Platz finden wird. Bis zu zehn Jahren kann es dauern, bis die gesamten Baumaßnahmen abgeschlossen sind. Ob Amsel oder Gelbspötter dann hier auch noch ein zuhause finden, bleibt weiter fraglich. In den nächsten Jahren soll noch Platz unter anderem für eine Markthalle, ein Café und weiteren Wohnraum geschaffen werden.