Afrikanische Schweinepest: Zwei neue Fälle in Sachsen

Sachsen - Zwei weitere positive Befunde auf die Afrikanische Schweinepest wurden am Wochenende im Landkreis Görlitz festgestellt. Nachdem die Fallwildsuche seit 11. November verstärkt wurde, konnte das Friedrich-Loeffler Institut kürzlich bei zwei Wildschweinkadavern das ASP-Virus nachweisen. 

Die beiden Funde befanden sich in unmittelbarer Nähe, acht Kilometer entfernt vom Ort des Erstausbruchs. Um eine weitere Verbreitung zu Verhindern laufen die Maßnahmen mit Hochdruck. Neben der Fallwildsuche soll auch ein fester Zaun um das gefährdete Gebiet installiert werden. Gesundheitsministerin Petra Köpping fordert, dass die Jagdruhe in den Restriktionszonen so kurz wie möglich gehalten wird. Die Jägerschaft im Landkreis Görlitz sei aktuell in der Jagdsaison, weswegen ein Jagdverbot sie hart treffen würde.

"Ich danke den Jägern sehr für das Verständnis, mit der Einhaltung der Jagdruhe einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der ASP zu leisten. Die Jagdruhe ist eine grundlegende Maßnahme, um möglicherweise infiziertes Schwarzwild nicht zu vertreiben. Wenn die Ergebnisse der Fallwildsuche vorliegen und das gefährdete Gebiet gezäunt ist, wird entschieden, ob und in welcher Weise das Jagdverbot in den beiden Restriktionszonen gelockert werden kann." sagte Köpping am Samstag. Das gesamte gefährdete Gebiet solle bis zum Wochenende abgesucht sein. Nach der Woche solle die Fallwildsuche in Betracht der Ergebnisse zielgerichteter fortgesetzt werden.