Ahmadiyya Gemeinde startet Informationsoffensive

Die Aktion unter dem Motto:  „Muslime für Frieden, Freiheit und Loyalität“ soll Aufklärung betreiben und den Menschen im Freistaat den Glauben näher bringen.

Die Leipziger Ahmadiyya-Gemeinde hat am Mittwoch zum sächsischen Auftakt einer breit gefächerten Informationsinitiative zum Thema Islam geladen. Die Aktion unter dem Motto:  „Muslime für Frieden, Freiheit und Loyalität“ soll Aufklärung betreiben und den Menschen im Freistaat den Glauben näher bringen.

Die Ahmadiyya-Gemeinde in Deutschland ist mit ihren 40.000 Mitgliedern gut integriert und versteht sich als liberale, aber wertkonservative Gemeinschaft. In der kommenden Woche will sie mit einer Informationskampagne in Sachsen auf den Islam aufmerksam machen und zeigen dass sie sich zu den hier geltenden Gesetzen bekennen.

Interview mit Dawood Majoka, Sprecher Ahmadiyya Muslim Jamaat:
„Zum Einen sind das die Untaten einiger Muslime – Extremisten unter den Muslimen – die sich zum Beispiel in die Luft sprengen, Anschläge ausüben und das im Namen des Islam. Zum Anderen ist es so, dass die Menschen hier in Deutschland, und insbesondere in Sachsen, zu wenige Informationen über den Islam haben. Und auf dieser Unkenntnis beruht dann eben eine Sorge, eine Angst vor dem Islam. Insbesondere verstärkt durch diese Ereignisse die man in den Medien immer wieder sieht.“

Der Islam birgt Zündstoff für viele Diskussionen. Gerade in Deutschland stehen der Religion viele Menschen kritisch gegenüber. Für Dawood Majoka hat die ablehnende Haltung gegenüber dem Islam in Deutschland mehrere Gründe.

Interview mit Dawood Majoka, Sprecher Ahmadiyya Muslim Jamaat:
„Im Rahmen dieser Infoaktion werden wir drei Sachen organisieren. Zum Einen wird es eine Flyerverteilaktion geben. Da werden Flyer mit der Aufschrift „Muslime für Frieden“ in den Fußgängerzonen verteilt werden. Zum Anderen wird es einen Infostand geben, wo ein Zelt aufgebaut wird mit dieser Aufschrift und dem Motto der Gemeinde „Liebe für Alle und Hass für Keinen.“ Da werden dann Theologen und Vertreter der Gemeinde anwesend sein und sich für Gespräche zur Verfügung stellen. Und Drittens wird es auch eine interreligiöse Veranstaltung geben wo man die Gelegenheit haben wird Fragen zu stellen.“

Die Aktion „Muslime für Frieden“ läuft schon seit mehreren Jahren. Doch erst jetzt finden die ersten Aktionen in Ostdeutschland statt. Die Resonanz war zweigeteilt.

Interview mit Dawood Majoka, Sprecher Ahmadiyya Muslim Jamaat:
„Viele Menschen haben sehr positiv reagiert und gesagt, dass sie diese Gespräche gesucht haben und sind dann mit uns in Kontakt gekommen über E-Mails, Telefon-Hotline und Einzelgesprächen. Es gab aber auch vereinzelt sehr negative Reaktionen wo die Leute dann unsere Mitglieder beschimpft haben usw.“

Die Ahmadiyya-Gemeinde hat rund 250 Mitglieder im sächsischen Freistaat. Noch in diesem Jahr soll in Leipzig mit dem ersten Moschee-Neubau in Ostdeutschland begonnen werden. Den Vorantrag hat die Stadtverwaltung schon genehmigt.

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