Aktion Tier deckt illegalen Hundehandel auf

Am Montag haben Aktion Tier Mitarbeiter gemeinsam mit der Polizei einen polnischen Hundehändler bei Dresden mit einem illegal eingeführten Hundewelpen gestellt. +++

Mario Assmann vom Tierschutzcentrum Meißen hatte in einem Internetforum eine verdächtige Anzeige entdeckt. Der Anbieter hatte in schlechtem Deutsch in regelmäßigen Abständen ganze Würfe von jungen Staffordshire- Terriern eingestellt. Schon beim ersten Telefonat wurde klar, dass der Mann in Polen Hunde züchtet und sie dann zum Verkauf nach Deutschland bringt. „Unter falschem Namen bestellte ich einen Welpen und verabredete mich an der Autobahnraststätte `Dresdner Tor`.“, erzählt Mario Assmann. Der ahnungslose Hundehändler erschien gestern gegen 17.00 Uhr mit einem kleinen Staffordshire- Terrier-Welpen am Treffpunkt. Mario Assmann übernahm den Hund und brachte ihn in Sicherheit. Vor der Geldübergabe erfolgte dann der Zugriff durch die Polizei und Mitarbeiter der Polizeihundestaffel Dresden.

Gemäß dem Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland ist es verboten, bestimmte Hunderassen, darunter auch Staffordshire-Terrier, nach Deutschland zu verbringen. „Die Einfuhr des Hundes stellt somit eine Straftat dar.“, erklärt Mario Assmann vom Tierschutzcentrum Meissen. Der Welpe war außerdem weder gechippt noch gegen Tollwut geimpft und hatte auch nicht den erforderlichen EU- Heimtierpass.

Gegen den bereits bekannten aber bisher noch nicht auf frischer Tat ertappten Hundehändler wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Der behördlich beschlagnahmte Welpe wurde Mario Assmann übergeben und kurze Zeit später im Tierschutzcentrum Meißen tierärztlich untersucht. Nachdem ein massiver Befall mit Darmparasiten festgestellt wurde erfolgte sofort eine Blutentnahme, um festzustellen, ob weitere Erkrankungen vorliegen. „Vor allem Hunde aus Osteuropa sind häufig mit Staupe oder Parvovirose infiziert.“, sagt Mario Assmann. Bis die Ergebnisse vorliegen wird der kleine Staffordshire- Terrier unter strenger Quarantäne gehalten.
 
Dieser Fall zeigt einmal mehr die Gefahren und Probleme des Internet-Hundehandels. „Wir warnen dringend vor dem Kauf eines Tieres über Anzeigen im Internet.“, sagt Mario Assmann. Damit unterstützt man nur die häufig illegalen Machenschaften der skrupellosen Hundehändler, die oft kranke Tiere verkaufen. Außerdem macht sich jeder, der einen illegal eingeführt Hund kauft, selbst strafbar.

Umfangreiche Information zum Thema Welpenhandel finden Sie unter http://www.aktiontier.org/index.php?m=8&id=758.

Quelle: aktion tier

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