Aktiv-Tipp: Wanderung zum Kuhstall

Das Elbsandsteingebirge bei Dresden lädt zu ausgedehnten Ausflügen ein. Anspruchsvolle Wanderpartien und traumhafte Ausblicke bietet unsere Tour von Bad Schandau über den Kuhstall zum Hinteren Raubschloss. +++

Wir starten am Bahnhof in Bad Schandau. Direkt unterhalb der Gleise setzt eine Fähre über. Die Fahrt geht ein ganzes Stück elbaufwärts direkt ins Zentrum von Bad Schandau. Von hier ist es nur ein kurzer Weg bis zur Station der Kirnitzschtalbahn, die einzige Straßenbahn die in einen Nationalpark einfährt.

Den Lichtenhainer Wasserfall lassen wir zunächst links liegen und gehen an den steilen Aufstieg. Etwa eine halbe Stunde windet sich der Weg nun bergauf, bevor sich das erste große Panorama vor uns öffnet. Der Kuhstall. Eine schmale Treppe geht gleich hinter dem Kuhstall nach oben. Die Zitterpartie ist schnell überwunden und ein weiter Blick über die Umgebung entschädigt für die Anstrengung.

Kurz die Impressionen aufsaugen und dann geht es wieder bergab, durch einen schmalen Felsspalt wieder ganz nach unten. Über den Fremdenweg und die Zeughausstraße kommen wir zum Großen Winterstein, auch Hinteres Raubschloss genannt. Bis zum Fuß des Berges sind die Wege leicht zu begehen, doch dann ist der Gleichgewichtssinn voll gefordert. Im Vergleich zum Kuhstall ist es auf der alten Felsenburg deutlich ruhiger.

Beim Summen der Insekten lassen wir den Blick über die Sandsteinkegel der Sächsischen Schweiz schweifen. Aber nicht zu lange. Über den Kleinen Winterberg ist es noch ein ganzes Stück Weg zurück zum Lichtenhainer Wasserfall. Und nach der wohlverdienten Rast geht es von hier wieder zurück zum Bahnhof nach Bad Schandau.

Die Tour ist bis auf kurze Abschnitte nicht besonders schwer. Schwindelfrei sollten Sie sein, da mehrere Leitern und schmale Abschnitte zu überwinden sind. Wer früh aufbricht, ist am Nachmittag zurück am Ausgangsort. Eine lohnenswerte Tour, die viel Abwechslung bereit hält.