AKTUELL 1. Sächsischer KfZ-Sicherheitsgipfel in Dresden

Alle 2 Stunden wird in Sachsen ein Auto geklaut – so viel wie lange nicht mehr. Sachsens Innenminister Markus Ulbig will nun einem rasanten Anstieg von Autodiebstählen entgegenwirken. +++

In der Gläsernen Manufaktur Dresden haben sich Vertreter der Landesregierung und Automobilexperten zum 1. Sächsischen Sicherheitsgipfel zusammengefunden.

Dem rasanten Anstieg von Autodiebstählen wollen sie entgegenwirken. Frank Dietz, Vizepräsident des sächsischen Automobilclubs im AvD, erhofft sich konkrete Ergebnisse des Gipfels.

Interview mit Frank Dietz, Vizepräsident AvD Sachsen  (siehe Video)

Alle 2 Stunden wird in Sachsen ein Auto geklaut – so viel wie lange nicht mehr. Die sächsische Polizei hat im vergangenen Jahr 3862 Fälle registriert – ein Zuwachs von 32% im Vergleich zum Vorjahr.
Im sachsenweiten Vergleich hat vor allem die Dresdner Polizei mit dem Anstieg der Diebstähle zu kämpfen – 893 Kraftwagen wechselten 2009 in der Landeshauptstadt illegal den Besitzer – bundesweiter Spitzenwert.

Interview mit Thomas Geithner, Polizeisprecher Dresden (siehe Video)

Dann ist es meistens schon zu spät. Nur jedes vierte Auto wird von der Polizei wiedergefunden. Mit mehr Streifen in den Städten und Grenzregionen sowie einer besseren Zusammenarbeit mit Polen und Tschechien versuchen die Beamten nun dem Negativtrend entgegenzuwirken. Doch auch jeder Einzelne kann dem Autoklau wirksam vorbeugen.

Interview mit Thomas Geithner, Polizeisprecher Dresden (siehe Video)

Hintergrund:
Innenminister Markus Ulbig: „Sachsen ist eines der sichersten Bundesländer. Die stabile Sicherheitslage ist eine wesentliche Voraussetzung für die Lebensqualität der Menschen. Im Bereich der Kfz-Diebstähle ist jedoch nach Jahren des stetigen Rückgangs wieder eine erhebliche Zunahme der Zahlen zu verzeichnen. Dabei ist festzustellen, dass versierte, hochqualifizierte Täter zunehmend in der Lage sind, auch aufwendige elektronische Sicherungseinrichtungen von Fahrzeugen zu umgehen.“Vor diesem Hintergrund besteht die Notwendigkeit, die Weiterentwicklung und Förderung moderner Fahrzeugsicherungs- und -ortungstechnik fortzusetzen, um den Tätern in diesem andauernden Wettlauf mehr als einen Schritt voraus zu sein. Nur durch ein gemeinsames, aufeinander abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten, kann dem anwachsenden Kfz-Diebstahl wirkungsvoll begegnet werden.

Innenminister Markus Ulbig: „Der Vorsitzende des Verbandes der Automobilindustrie einmal: „Ein Auto muss sexy sein und zugleich ökologisch – dann wird es auch gekauft.“ Ich bin der Auffassung, dass wir heute diesen Satz erweitern müssen: Ein Auto muss auch sicher sein. Sicher nicht nur für die Fahrzeuginsassen und die anderen Verkehrsteilnehmer, sondern auch sicher vor Diebstahl oder unbefugter Benutzung. Wir können davon ausgehen, dass zunehmend auch das Argument eines verbesserten Diebstahlschutzes bei der Kaufentscheidung zum Tragen kommt. Mechanische und elektronische Sicherheitskomponenten gewinnen dadurch an Bedeutung.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern

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