AKTUELL: Entwarnung – Kein giftiges Gas an der TU Dresden

Am Donnerstagnachmittag kam es an der chemischen Fakultät zu einer Evakuierung von rund 100 Personen. Nach den medizinischen Untersuchungen kann nun ein Chemieunfall ausgeschlossen werden. +++

Am späten Nachmittag kam es in einem Labor der Technischen Universität an der Bergstraße 66 zu einem Zwischenfall beim studentischen Laborpraktikum des 1. Semesters.

Ein Student klagte aus bislang medizinisch noch nicht eindeutig bestimmten Gründen über Übelkeit. Als gleichzeitig ein hinzukommender Student einen typischen Geruch wahrnahm, wurde vorsorglich „das Schlimmste“ angenommen und Havariealarm ausgelöst. Es war nicht auszuschließen, dass bei einer chemischen Reaktion hochgiftige Gase entstanden sein könnten. Vorsorglich wurden 97 Personen evakuiert und mit Bussen der Dresdner Verkehrsbetriebe in Krankenhäuser gebracht. Nach aktueller Information (21.00 Uhr) zeigen sich bei keiner Person irgendwelche Vergiftungssymptome. Sie werden weiter beobachtet und betreut.

Beamte der Dresdner Polizei sicherten die Maßnahmen der Einsatzkräfte der Feuerwehr ab. Die nähere Umgebung wurde abgesperrt. Unter anderem musste auch die Bergstraße für den Fahrverkehr gesperrt werden. Alle verfügbaren Retter der Landeshauptstadt waren im Einsatz.

Die Dresdner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort und unter Einbeziehung von Sachverständigen/Experten der TU Dresden geführt. Demnach ergeben sich bislang keine Hinweise, dass tatsächlich ein giftiges Gas entstanden oder ausgetreten ist.

Vor Ort gehen alle beteiligten Einsatzkräfte davon aus, das Gebäude noch in der Nacht wieder freigegeben zu können. Das betroffene Labor selbst wird allerdings versiegelt und morgen bis in die letzte Ecke erneut untersucht.

In einer ersten Einschätzung geht die Polizei davon aus, dass das Zusammenwirken aller Rettungskräfte gut koordiniert und effizient funktioniert hat. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizei Dresden

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