AKTUELL Nach GDL-Streik: Millionen Pendler und Schüler betroffen

Aktuell fahren in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen schrittweise die Züge wieder. Der Busnotverkehr der Deutschen Bahn hat sich bewährt. Die Bahn rechnet aber noch bis in die Abendstunden mit Behinderungen. +++

Nach den rund sechsstündigen Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) läuft der Nah-, Fern- und Güterverkehr im mitteldeutschen Raum seit 10 Uhr schrittweise wieder an. Die Streiks hatten zwischen 4 Uhr und 10 Uhr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu erheblichen Beeinträchtigungen im Personenverkehr geführt. Der Schienengüterverkehr war bereits seit gestern Abend 20 Uhr bestreikt worden.

Informationen zu den Streikfolgen:

Allein in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten sich mehr als 500 Lokführer an den Ausständen beteiligt. Aus diesem Grund waren zwischen
4 Uhr und 10 Uhr ein Großteil der Nah-, Fern- und Güterverkehre vom Streik betroffen und standen für den Betrieb nicht zur Verfügung.

Die Deutsche Bahn bedauert ausdrücklich, dass die Fahrgäste erneut flächendeckend von Zugausfällen und Verspätungen betroffen waren. Um die Auswirkungen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten, hatte DB Regio bereits vor Streikbeginn einen umfassenden Busnotverkehr veranlasst. So waren auf zahlreichen bestreikten Verbindungen in Mitteldeutschland seit 4 Uhr bis zu 150 Busse im Einsatz, um den Reisenden auf den Hauptverkehrsstrecken eine Alternative anzubieten. Die Busverkehre laufen in den nächsten Stunden schrittweise aus. Die gültigen Verbindungsdaten stehen weiterhin unter www.bahn.de/aktuell zur Verfügung.

Darüber hinaus hatte die DB mehrere Hundert zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz. Verstärkt wurde vor allem das Service-Personal im direkten Kundenkontakt an den Bahnhöfen und bei der telefonischen Reisendeninformation, sowie in den Betriebszentralen und Transportleitungen, wo die Disposition von Mitarbeitern und Fahrzeugen erfolgt, sind zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz. Auch die Güterverkehrskunden mussten sich auf erhebliche Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Zum Stillstand ist es jedoch nicht gekommen.

Auswirkungen Nahverkehr: Rund 95 Prozent der zwischen 4 Uhr und 10 Uhr zu fahrenden Nahverkehrsleistungen von DB Regio waren vom Streik betroffen. Insgesamt mussten in dieser Zeit rund 500 Zugfahrten im Nahverkehr vollständig oder auf Teilstrecken ausfallen. Voraussichtlich in den Nachmittagsstunden sollen die Züge wieder fahrplanmäßig fahren.
Auswirkungen Fernverkehr: Im Fernverkehr der Deutschen Bahn waren zwischen 4 Uhr und 10 Uhr rund 30 Fernverkehrszüge in der Region Mitteldeutschland von den Streiks betroffen. Das entspricht mehr als 50 Prozent der Fernverkehrszüge. 24 Fernverkehrszüge sind trotz der Streikaktivitäten weitgehend planmäßig gefahren. Bis in die Abendstunden wird es im bundesweiten Fernverkehr zu weiteren Verspätungen und Zugausfällen kommen, da die Personaleinsatzpläne und Fahrzeugumläufe ganztägig aus dem Takt gebracht wurden. Die bestreikten Fernverkehrszüge werden erst nach einigen Stunden an den vorgesehenen Einsatzstellen zur Verfügung stehen.

Auswirkungen bundesweiter Schienengüterverkehr: Im Schienengüter¬verkehr konnten seit Streikbeginn am Mittwoch, 20 Uhr, bis heute 10 Uhr rund 300 Güterzüge nicht gefahren werden. Auch hier läuft der Verkehr schrittweise wieder an. Die Versorgung von Kraftwerken, Hochöfen und anderen zentralen Industrien konnte dennoch gewährleistet werden. Die rund 5.000 Kunden von DB Schenker Rail werden aktuell und regelmäßig per E-Mail über die Auswirkungen des Streiks informiert.

Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, sich weiterhin vor der Fahrt über die konkreten Auswirkungen des Streiks zu informieren. Hierfür ist bis auf Weiteres unter 08000 99 66 33 eine kostenlose Servicenummer geschaltet. Kunden im Ausland erhalten Informationen unter +49 1805 334444 (Gebühren je nach Herkunftsland und Provider). Details sind auch unter www.bahn.de/aktuell oder für Nutzer von mobilen Endgeräten unter m.bahn.de/ris erhältlich.

Quelle: Deutsche Bahn

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