AKTUELL Neonazi-Propaganda hat in Dresden-Pieschen zugenommen

Nach Angaben der Bürgerinitiative “Pieschen gegen Rechts“ schaffen es Neonazis immer wieder, in Pieschen neue Treffpunkte einzurichten. Außerdem sind intensive Schmierereien und Aufkleber ein Problem. +++

Die Bürgerinitiative „Pieschen gegen Rechts“ hat eine Ausstellung unter dem Namen „RechtsDruck. Neonazi-Propaganda in Dresden-Pieschen“ konzipiert, in der mittels 16 Fotos von Neonazischmierereien und 6 Infotafeln gezeigt wird, wie aktiv neonazistische Propaganda in Pieschen aktuell ist.

In Dresden-Pieschen haben in den letzten 6 Jahren Neonazis immer wieder versucht, Fuß zu fassen in einem Stadtteil, der in seiner soziokulturellen Zusammensetzung auch von sozialen Problemlagen gekennzeichnet ist.

Es gab einen offenen Treff für Nazis, der Kreisverband der NPD hat hier im Stadtteil jahrelang seine geheimen Sitzungen abgehalten, es gab mehrere Treffpunkte für die Nazis und ein Landtagsabgeordneter der NPD (René Despang) hatte hier sein Wahlkreisbüro. All diese Einrichtungen und Treffpunkte konnten durch couragiertes und gemeinsames Handeln von bürgerlichen und linken Gruppen geschlossen werden. Das ist ein Erfolg.

Immer wieder aber haben es die Neonazis geschafft, hier neue Treffpunkte einzurichten. Begleitet wird diese Strategie der Räume durch ziemliche intensive Schmierereien und Aufkleber, die durch Neonazis geklebt werden. Nicht immer sind diese auf den ersten Blick als Neonazi-Aufkleber zu erkennen.

Diese Propaganda hat in Pieschen deutlich zugenommen. Um dieses Thema in die Öffentlichkeit zu bringen und die Debatte um rechtes und neonazistisches Gedankengut neu anzustoßen, hat die Bürgerinitiative diese Ausstellung konzipiert, die vom 11. November bis zum 8.12.2010 täglich im Rathaus Pieschen ( Bürgerstr. 63, Mo – Fr. 9 – 18 Uhr) besucht werden kann.

Quelle: Bürgerinitiative „Pieschen gegen Rechts“

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