AKTUELL: Revision im Mordfall Susanna eingelegt

Die Verteidigung des Verurteilten Syed R. hat beim Bundesgerichtshof Revision eingelegt. Der Pakistaner wurde letzten Donnerstag im Landgericht Dresden zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes an Susanna verurteilt. +++

Im Fall Susanna H. hatte die Verteidigung auf Totschlag im Affekt und 7 Jahre Gefängnis plädiert. Der Angeklagte wurde jedoch zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Das Gericht sah als erwiesen an, dass Syed R. die Dresdner Gymnasiastin Susanna heimtückisch ermordet hatte.  Begründet sah dies die Staatsanwaltschaft vor allem in der Tatsache, dass Susanna den Angriff ihres damaligen Freundes zu keinem Zeitpunkt vorhersehen hätte können. Es wurden auch keinerlei Spuren sichergestellt, die darauf schließen hätten lassen, dass Susanna sich bei dem Angriff gewehrt hätte. Da Susanna offenbar völlig chancenlos ihrem Mörder ausgeliefert war stellt dies nach Auffassung des Gerichts ein eindeutiges Indiz für die Heimtücke dar, weshalb der Angeklagte Syed R. schließlich auch wegen Mordes verurteilt wurde.  

Im Dezember war die damalige 18-jährige Gymnasiastin mit einem Nudelholz erschlagen und anschließend erdrosselt worden. Gefunden wurde sie in Syeds Zimmer in einem Asylantenheim in der Florian-Geyer-Straße in Dresden-Johannstadt.

Bei dem verurteilten Mörder Syed R. konnte die Staatsanwaltschaft noch nicht einmal genau feststellen, wie alt der Mörder nun wirklich ist. Susanna soll bei ihm zwei Pässe gefunden haben, auf dem einen soll er 24 gewesen sein, der andere Pass zeugte von einem Alter von 32. Prozessbeobachter sind allerdings der Auffassung, dass der Verurteilte schon über 40 wäre.

Das war auch die Problematik, weshalb Syed R. nicht schon vor seiner grausamen Tat aus Deutschland verwiesen wurde: Der Asylantrag wurde wegen unwahren Angaben des Syed R. ursprünglich abgelehnt.
Der Mörder hätte also schon lange vor der Tat aus Deutschland geweisen werden sollen. Da man aber kaum Unterlagen von ihm hatte und seine Identität endgültig geklärt werden müsse, bekam er eine Duldungserlaubnis, bis seine Daten vorliegen würden.

Dies geschah jedoch bis zum heutigen Tage nicht.

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