Alarm im Chemnitzer Tierheim: Aufnahmestopp für Katzen

Tierschützerin Jennifer Haase vom Tierheim Röhrsdorf (Stadt Chemnitz) schlägt Alarm: Im Heim gibt es einfach keinen Platz mehr für Katzen, man habe schon jetzt fünfmal so viele Samtpfoten als sonst aufgenommen.

Das bedeutet „Aufnahmestopp“, man kann keine weiteren Katzen mehr unterbringen. In den anderen Chemnitzer Tierheimen ist die Situation ähnlich. In Röhrsdorf haben derzeit rund 50 „Stubentiger“ ein vorübergehendes Zuhause gefunden. Seit etwa zwei Wochen kamen immer neue Tiere hinzu, oft ganz junge Kätzchen, die mit der Hand aufgezogen werden. Außerdem müssen die Katzen vom Tierarzt untersucht und zunächst in Quarantäne gehalten werden.

Woher der Katzenboom kommt, ist den Tierschützern nicht klar. Viele Katzenbesitzer scheuten wohl die Kosten für eine Kastration und so komme unkontrolliert Nachwuchs zur Welt, vermutet Jennifer Haase. Die bevorstehenden Herbstferien könnten die Situation noch verschlimmern.

Das Futter reicht jetzt gerade mal noch für vier Wochen. Eine echte Lösung ist derzeit nicht in Sicht.

Quelle: News Audiovision