Alarmierende Zahlen: Jeder fünfte Dresdner ist armutsgefährdet (Statistikamt Sachsen)

Leipzig weist unter den deutschen Großstädten mit 500.000 und mehr Einwohnern die höchste Armutsgefährdungsquote auf, gefolgt von Hannover (22,2 Prozent), Bremen (22,0 Prozent) und Dresden (21,5 Prozent). +++

Die Zahlen sind ein Alarmsignal“, so die Dresdner SPD-Vorsitzende Sabine Friedel.
„Betroffen sind vor allem Kinder, Alleinerziehende und in immer stärkerem Maße auch Rentner. Aufgabe der Stadt ist es, bestehende Armut zu lindern und neue Armut zu verhindern.“ Dabei sei beispielsweise das vom Stadtrat ab dem 1. Januar 2011 beschlossene Sozialticket ein wichtiger Baustein, dessen Umsetzung zügig vorangehen müsse.

Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen, 30. Juni 2010:   
Im Jahr 2008 waren 27,0 Prozent der Einwohner in Leipzig und 21,5 Prozent der Dresdner armutsgefährdet. Damit lag die Armutsgefährdungsquote in beiden Großstädten über dem sächsischen Durchschnittswert von 19,0 Prozent. Als armutsgefährdet gelten hierbei alle Personen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung in Deutschland auskommen müssen.

Leipzig weist damit unter den deutschen Großstädten mit 500 000 und mehr Einwohnern die höchste Armutsgefährdungsquote auf, gefolgt von Hannover (22,2 Prozent), Bremen (22,0 Prozent) und Dresden.

Am niedrigsten ist die Quote für München, doch auch hier ist jeder Zehnte (9,8 Prozent) von Armut bedroht. Bundesweit gelten 14,4 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet, wobei nach wie vor ein deutlicher Unterschied zwischen neuen Bundesländern und Berlin (19,5 Prozent) und dem früheren Bundesgebiet (13,1 Prozent) besteht.

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