Alarmstufe: Hochwasserlage in Sachsen spitzt sich zu

Mit den vorhergesagten Niederschlägen werden die Wasserstände an den Hochwassermeldepegeln in Chemnitz und dem Umland erneut und teilweise stark ansteigen. Alarmstufe 3 bis 4 erwartet. +++

Warnung für die Mulde und ihre Nebenflüsse (Gebiet Chemnitz und Umgebung)

Ein Tiefdruckgebiet über dem östlichen Mitteleuropa führt weiterhin feuchtwarme Luft in die Region. Damit verbunden waren seit gestern Niederschläge mit Höhen von verbreitet 20 bis 40 mm, örtlich auch bis 60 mm. Heute Vormittag ziehen stellenweise weitere Schauer oder einzelne Gewitter mit Starkregen zwischen 10 und 15 mm in 1 Stunde vorüber. Am Nachmittag verstärkt sich die Schauer- und Gewittertätigkeit mit örtlichen Starkregen zwischen 15 und 25 mm in kurzer Zeit. In der Nacht zum Samstag ist weiter mit schauerartigem Niederschlag zu rechnen. Im weiteren Tagesverlauf des Samstags verstärken sich die Niederschläge mit 12stündigen Summen von verbreitet 20 bis 30 mm, örtlich auch bis 60 mm erneut. Die
genaue Lage der stärksten Niederschläge kann jedoch noch nicht genau angegeben werden. Erwartungsgemäß ist die Wasserführung in allen Fließgewässern angestiegen.

Eine Verschärfung der Situation erfolgt im morgigen Tagesverlauf.

Auf Grundlage der von den Wettermodellen des Deutschen Wetterdienstes berechneten Niederschlagsvorhersagen steigt die Wasserführung ab morgen Mittag wieder an. Dabei werden ab der Nacht zum Sonntag die Hochwasserscheitel in den Oberläufen der Hauptfließgewässer verbreitet im Bereich der Alarmstufe 2 und 3 erwartet. Mit dem weiteren Wellenablauf werden aus gegenwärtiger Sicht die Hochwasserscheitel in den Unterläufen von Zwickauer Mulde, Zschopau, Freiberger Mulde sowie in der Vereinigten Mulde über den Wasserständen des heutigen Scheitels liegen. Ein Überschreiten der Richtwasserstände der Alarmstufe 4 ist beim Auftreten der vorhergesagten Niederschläge an einzelnen Hochwassermeldepegeln möglich.

Weitere Hochwasserwarnungen liegen für die Lausitzer Neisse, Spree, Nebenflüsse der oberen Elbe, Schwarze und Weiße Elster vor.

Quelle: Landeshochwasserzentrum Sachsen, 31 Uhr