Albertbrücke: Fahrradbrücke nicht zum Radfahren geeignet

Tag für Tag fahren 9000 Menschen mit dem Rad über die Albertbrücke. Schon am Tag der Eröffnung stürzten mehrere Radfahrer auf den glatten Holzbohlen der Brücke. +++

Da die Brücke an ihren Rändern schon länger marode ist, hat die Stadt beschlossen, für die nächsten Jahre unmittelbar daneben eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke zu errichten. Diese wurde am Montag eröffnet.
Schon am Tag der Eröffnung stürzten mehrere Radfahrer auf den glatten Holzbohlen der Brücke. Auch Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, hatte Mühe sich auf seinem Rad zu halten. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert deshalb Nachbesserungen. „Auf die Holzbretter gehört dringend ein rutschhemmender Belag“, sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden. „Es kann ja nicht sein, dass hier die Situation für die Radfahrer unsicherer wird, nur damit auf der Albertbrücke Platz für vier Autospuren ist“.
Auch die Anschlüsse der neuen Brücke an die Kreuzungen auf beiden Elbseiten sind für Radfahrer unsicher. Um von der Brücke aus zu den Kreuzungen an beiden Enden der Brücke zu gelangen, müssen Radfahrer sehr abrupte, steile Kurven fahren. „Lenken und Bremsen ist bei diesem glatten Belag kaum möglich. In den steilen Kurven stehen sich die vielen Radfahrer und Fußgänger ständig im Weg“ sagt der ADFC-Experte.
Der Fahrrdclub fordert deshalb auch Nachbesserungen an den Kreuzungen an beiden Elbseiten.Mindestens bis 2014 werden Radfahrer auf die Behelfsbrücke ausweichen müssen. Das Radfahren auf der Albertbrücke ist seit dieser Woche verboten. „In diesem Zustand ist die Fahrradbrücke nicht zum Radfahren geeignet. Jedenfalls bis die Mängel behoben sind, muss die Stadt das Radfahren auf der „großen“ Albertbrücke erlauben“, so Krause abschließend.

Quelle: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Dresden e.V.

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